Polizei tötet Schützen nach Schusswechsel in US-Kino

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Mit einer Schusswaffe und einer Axt bewaffnete Täter hatte Pfefferspray versprüht. Foto: Metro Nashville Police Department

Dunkle Erinnerungen werden wach, als Schüsse aus einem Kino in Nashville hallen. Doch anders als beim blutigen Amoklauf von James Holmes in Colorado bringt die Polizei in Tennessee die Situation schnell unter Kontrolle. Nur der Schütze überlebt seine Tat nicht.

Nashville (dpa) - Ein Mann hat in einem Kino im US-Staat Tennessee das Feuer eröffnet und ist kurz darauf von der Polizei erschossen worden. Der mit einer Schusswaffe und einer Axt bewaffnete Täter habe Pfefferspray versprüht und einen Mann an der Schulter verletzt, sagte Polizeisprecher Dan Aaron.

Zudem habe die Polizei in dem Kino bei Nashville zwei Rucksäcke entdeckt, die von Sprengstoff-Experten auf gefährliche Inhalte überprüft wurden. Einer davon sollte kontrolliert gesprengt werden.

Bei dem Schützen handle es sich vermutlich um einen 51-Jährigen aus der Region. Als ein Polizist auf einen Notruf reagierte und zunächst alleine den Kinosaal betrat, wo der Film "Mad Max" gezeigt wurde, habe der Täter das Feuer auf den Beamten eröffnet, sagte Aaron. Der Polizist zog sich zurück, woraufhin eine Spezialeinheit den Saal stürmte und den Schützen tötete. "Die Gefahr in diesem Kino ist vorbei." Zum Zeitpunkt der Tat waren möglicherweise bis zu 20 Menschen im Gebäude.

"Der Schütze hat offenbar Pfefferspray im ganzen Kino versprüht", sagte Aaron. Zwei Frauen sowie der an der Schulter verletzte 58-Jährige wurden vor Ort von Rettern behandelt, weitere Verletzungen gab es nicht. Der Schütze habe vermutlich wegen der Reizgase einen Mundschutz getragen, die Polizisten wurden für den Einsatz mit Gasmasken versorgt.

Aaron und Feuerwehrsprecher Brian Haas lobten den Einsatz des Polizisten. "Die Handlungen des ersten Beamten, der das Kino betrat, könnten gut mehrere Menschen gerettet haben", sagte Aaron. "Dies hätte deutlich schlimmer sein können", sagte Haas. TV-Sender zeigten Bilder Dutzender Einsatzwagen auf dem Parkplatz vor dem Kino. Zeugen aus nahe liegenden Geschäften berichteten, mehrere schnell aufeinanderfolgende Schüsse gehört zu haben.

Erst vor knapp zwei Wochen hatte ein Mann in einem Kino im Staat Louisiana das Feuer eröffnet und zwei Frauen und dann sich selbst getötet. Die Tat kam drei Jahre nach dem Amoklauf in einem Kino in Aurora (Colorado) mit zwölf Toten und Dutzenden Verletzten. Dem Todesschützen James Holmes droht weiterhin die Todesstrafe.

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