100 Hinweise - keine heiße Spur

Nackte Frauenleiche gibt Polizei große Rätsel auf

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Eine Überwachungskamera machte das letzte Foto der getöteten Nadine E. am Abend ihres Verschwindens.

Ludwigsburg - Eine Mutter aus Ludwigsburg verschwindet, später findet die Polizei ihre nackte Leiche: die 36-Jährige wurde getötet. Auch zwei Wochen danach tappen die Ermittler im Dunklen.

Das Foto einer Überwachungskamera zeigt eine hübsche blonde Frau beim Verlassen einer Bank. Es ist das letzte Bild von Nadine E., aufgenommen am Abend des 12. Oktober, wenige Stunden bevor die Ludwigsburgerin verschwand. Einen Tag später fand die Polizei ihr Auto an einer S-Bahn-Haltestelle, sieben Tage danach stießen die Ermittler auf ihren nackten Leichnam. Er lag nur etwa 250 Meter entfernt in einem Gebüsch. Die 36-Jährige wurde Opfer einer Gewalttat, doch es gibt keine Spuren eines Sexualverbrechens. 

Eine 55-köpfige Sonderkommission wurde eingerichtet. Trotz rund hundert Hinweisen aus der Bevölkerung und obwohl 3500 Flyer in der Nähe des Fundorts der Leiche verteilt wurden, fehlt nach wie vor eine heiße Spur.

Die Ermittler gehen davon aus, dass Nadine E. kurz nach ihrem Verschwinden getötet wurde. Der Täter transportierte demnach ihren Leichnam mit dem Auto und legte ihn in dem Gebüsch ab. Die Kleidung der Frau ließ er möglicherweise verschwinden, weil sich darauf seine Spuren befanden. 

Derzeit werden Freunde, Bekannte und die Familie des Opfers befragt und Spuren ausgewertet. Auch die Möglichkeit eines Aufrufs in der Fernsehsendung "Aktenzeichen... XY" ziehen die Ermittler in Erwägung. Sie halten sich mit der Bekanntgabe der Obduktionsergebnisse zurück, da sie "reines Täterwissen" seien, sagte ein Sprecher der Polizei in Ludwigsburg am Dienstag laut dem baden-württembergischen Nachrichtenportal stimme.de. „In den vergangenen Jahren gab es sicherlich keinen Fall, der zumindest zu Beginn so viele Fragezeichen aufgeworfen hat wie dieser“.

hn

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