Probleme im Bahnverkehr mittlerweile behoben

Nach "Mike" nun "Niklas" - stürmische Karwoche erwartet

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Umgestürzte Bäume und herumfliegende Äste haben die Oberleitungen einiger Bahnstrecken im Norden und Osten Deutschlands beschädigt.

Berlin - Der Sturm in der Nacht zum Montag, der vor allem in Norddeutschland Oberleitungen der Bahn beschädigte und Straßen blockierte, war der Auftakt für eine stürmische Karwoche. Bereits für Dienstag gibt es neue Sturmwarnungen.

Nach Tief "Mike" sorgt nun "Niklas" für erneute Sturmwarnungen in ganz Deutschland. Am Dienstag müsse mit orkanartigen Böen bis zu 120 km/h gerechnet werden, teilte die MeteoGroup am Montag mit. Nachdem in der Nacht zunächst Westdeutschland vom Sturm erfasst werden soll, erreicht "Niklas" im Laufe des Tages dann weite Landesteile.

Der Sturmexperte Thomas Sävert erwartet ein markantes Sturmereignis: "Mit dem Orkan Kyrill kann der Sturm zwar nicht ganz mithalten, aber es handelt sich um eine gefährliche Lage, die man nicht unterschätzen sollte und bei der es einige Schäden geben kann.“ Auch für den Rest der Woche wird ein kühles und windiges Schauerwetter erwartet, das sich in manchen Teilen von Deutschland mit Graupel oder Schnee vermischen kann.

Sturm sorgt für Streckensperrungen bei der Bahn

Sturmtief „Mike“ hat auf wichtigen Hauptstrecken der Deutschen Bahn im Osten und Norden Deutschlands am Montagmorgen für stundenlange Störungen gesorgt. Grund waren beschädigte Oberleitungen in Brandenburg und Niedersachsen, wie die Bahn mitteilte. Betroffen waren etwa die ICE- und IC-Verbindungen zwischen Hamburg und Hannover sowie zwischen Berlin und Wolfsburg. Am Montagvormittag beruhigte sich die Lage jedoch wieder, die Bahn-Strecken wurden freigegeben.

In der Nacht hatten Reisende wegen Umleitungen zum Teil bis zu 100 Minuten Verspätung hinnehmen müssen. Im bevölkerungsreichsten Bundesland Nordrhein-Westfalen verletzten zudem umkippende Bäume mehrere Autofahrer. In fast allen Bundesländern hatten Einsatzkräfte reichlich zu tun.

Leichtverletze in Nordrhein-Westfalen

Im Kreis Steinfurt erlitten zwei Autoinsassen leichte Verletzungen, als ein Baum auf das Fahrzeug fiel. Auch in Köln wurden ein Mann schon am Sonntagabend leicht verletzt, als sein Auto während der Fahrt von einem umfallenden Baum getroffen wurde, wie die Behörden mitteilten.  

Stürmische Böen hatten in der Nacht zu Montag auch zu Verkehrsbehinderungen in Berlin, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen geführt. Vereinzelt fielen Bäume und Äste auf die Straßen, berichteten die Polizeistationen in diesen Bundesländern.

In Oederan im Landkreis Mittelsachsen stürzte ein Baum auf ein Wohnhaus. Verletzt wurde nach bisherigen Erkenntnissen durch das Sturmwetter zunächst niemand.

Lawinengefahr in bayerischen Alpen

Auch in den bayerischen Alpen machen sich Sturm und Regen bemerkbar. Unterhalb von 2000 Metern herrsche in den Allgäuer Alpen große Lawinengefahr und damit die zweithöchste der insgesamt fünf Warnstufen, teilte die Lawinenwarnzentrale Bayern am Montag in München mit. In den Ammergauer Alpen und in der Zugspitz-Region Werdenfelser Land werde die Lawinengefahr im Laufe des Tages von erheblich auf groß ansteigen, hieß es.

Im Laufe des Tages sollte weiter starker Wind wehen. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnte vor vereinzelten schweren Sturmböen, kräftigen Schauern und Gewittern. Die Karwoche bleibt wechselhaft.

dpa/ep

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