Buchstabenklau in Düsseldorf

Hakle sucht sein H: 2675 Rollen Klopapier als Belohnung

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Hey Hakle, haste mal ein H?

Düsseldorf - Erst Bahlsen, jetzt Hakle: Dem Klopapierhersteller wurde ein Buchstabe aus dem Firmennamen am Sitz in Düsseldorf geklaut. Die vom Unternehmen ausgesetzte Belohnung klingt nach PR-Gag, es sei aber keiner, betont man.

Unbekannte Diebe hatten das 1,66 Meter hohe Aluminium-"H" am vorletzten Wochenende abmontiert und den typischen blauen Namensschriftzug an der Firmensitz-Mauer so auf "akle" verkürzt. Die Polizei bestätigte am Mittwoch den Diebstahl: „Wir haben ein H weg“, sagte ein Sprecher.

 „Es ist kein PR-Gag“, beteuerte eine Unternehmenssprecherin. Dass der Mittwoch zum „Tag des Toilettenpapiers“ ernannt wurde, sei Zufall. „Gestohlen wurde das H ja auch schon vor über einer Woche.“

Das Unternehmen brachte die Tat nach eigenen Angaben bei der Polizei zur Anzeige, die wegen Diebstahls in einem besonders schweren Fall ermittelt. Weil die Ermittler nach über einer Woche keine heiße Spur zum verschollenen "H" vorweisen konnten, setzte Hakle nun eine Belohnung aus: 1000 Euro oder alternativ 334 Pakete Toilettenpapier mit 2675 Rollen aus. Die angebotene Menge dürfte einem Vorrat für mehrere Jahre entsprechen, teilte Hakle mit.

"Wir stehen mit unserem Namen Hakle seit 1928, also fast 90 Jahre, für hochwertige Hygienepapiere und möchten auch zukünftig nicht auf unser H verzichten", erklärte Geschäftsführer Bernd Schell.

Erinnerungen an den Buchstabenklau bei Bahlsen

Hakle ist nicht das erste Unternehmen, dem Teile seiner Firmeninsignien entwendet wurden. Anfang 2013 machte der Diebstahl eines überdimensionalen Butterkekses von der Fassade des Firmensitzes des Süßwarenherstellers Bahlsen in Hannover Schlagzeilen. Unbekannte hatten sich in einem "Bekennerschreiben" an eine örtliche Zeitung zur Tat bekannt, dem ein Foto eines als "Krümelmonster" aus der Kindersendung "Sesamstraße" verkleideten Täters mit dem Keks beilag. Selbst in den USA berichteten Medien darüber.

Für die Rückgabe des vergoldeten Firmensymbols forderten der oder die Täter Geld- und Keksspenden an ein Tierheim und ein Kinderkrankenhaus. Bahlsen sagte zu, 52 soziale Einrichtungen mit je 1000 Kekspackungen zu versorgen. In der Tat tauchte der etwa 20 Kilogramm schwere Butterkeks nach einigen Wochen wieder auf. Er wurde nachts auf dem Gelände der Universität von Hannover "freigelassen".

Wer hinter der Butterkeks-Entführung steckte, ließ sich nie klären. Damals wurde eine Spaßaktion oder Mutprobe als Hintergrund vermutet. Bahlsen löste sein Versprechen ein und spendete die versprochenen 52 Kekslieferungen.

dpa/Afp

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