Vermutlich hatten sie Helfer

Geflohene Mörder hinterlassen dreisten Zettel

New York - Ganz schön frech: Die beiden Mörder, die aus einem Hochsicherheitsgefängnis in New York ausbrechen konnten, haben auf der Flucht noch einen Zettel mit den Worten "Habt noch einen schönen Tag" hinterlassen.

"Have A Nice Day!": Diese freche Botschaft haben die Verbrecher auf ihrer Flucht hinterlassen.

Es ist eine Flucht wie aus einem Hollywood-Drehbuch: Mit Elektrowerkzeugen haben sich zwei verurteilte Mörder in einem US-Hochsicherheitsgefängnis den Weg ins Freie gebohrt und geschnitten. Im Bett ihrer Zellen legten sie Sweatshirts so hin, als wären sie da und würden schlafen. Die beiden 48 und 34 Jahre alten Männer ließen sogar eine Botschaft zurück: Einen Zettel mit einem frech aussehenden Smiley und der Zeile: „Habt einen schönen Tag.“ Ein Foto des gelben Zettels hat das Büro des New Yorker Gouverneurs am Sonntag veröffentlicht.

Die Polizei von New York sucht mit Hochdruck nach den getürmten Verbrechern David Sweat (l.) und Richard Matt (r.).

Unklar ist nach wie vor, wie das Werkzeug ins Gefängnis kam - aus dem Bestand der Haftanstalt stammt es nach Angaben der Behörden nicht. Und die beiden Männer wussten offenbar auch, was sie hinter der Zellenwand erwartet und wohin die Schächte führen.

Auch am dritten Tag der Flucht gab es keine heiße Spur. Die 48 und 34 Jahre alten Häftlinge verbüßten in der Clinton Correction Facility in Dannemora (Bundesstaat New York) nahe der kanadischen Grenze lebenslange Haftstrafen. Der eine hatte einen Mann zu Tode geprügelt, der andere einen Polizisten erschossen.

Die geflohenen Mörder könnten Hilfe von außen gehabt haben. „Sie können sich ihre Ausrüstung nicht selbst besorgt haben, das ist sicher“, sagte New Yorks Gouverneur Andrew Cuomo dem Sender CNN.

„Sie könnten praktisch überall sein“, hieß es von der Staatspolizei. Es ist nicht schwer, über die wenig bewachte Grenze nach Kanada zu kommen, aber auch da wird nach ihnen gefahndet.

Das Gefängnis ist 170 Jahre alt und hat knapp 2700 Insassen - es ist offiziellen Angaben zufolge die erste Flucht. Die Polizei warnte, die Männer seien extrem gefährlich.

dpa

Rubriklistenbild: © AFP/Office of New York Governor

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