Alle Entwicklungen im News-Ticker

Erdbeben in Ecuador: Jetzt schon 350 Tote

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Noch immer ist das endgültige Ausmaß der Erdbeben-Katastrophe nicht abschätzbar.

Quito - Ecuador erklärt den Ausnahmezustand nach einem starken Beben vor seiner Westküste. Viele Menschen sind ums Leben gekommen. Alle Entwicklungen erfahren Sie hier im News-Ticker.

<<<AKTUALISIEREN>>>

  • Beim schwersten Erdbeben seit Jahrzehnten in Ecuador sind nach jüngsten Angaben mindestens 350 Menschen ums Leben gekommen und mehr als 2000 weitere verletzt worden.
  • Das Epizentrum des Bebens der Stärke 7,8 vom Samstagabend (Ortszeit) lag in der westlichen Provinz Esmeraldas, die Erdstöße und Dutzende Nachbeben waren landesweit zu spüren.

  • Zahlreiche Gebäude, darunter Hotels, stürzten ein und begruben Menschen unter sich. Bergungskräfte suchten in den Trümmern nach Verschütteten.

News-Ticker zum Erdbeben in Ecuador

+++ Nach dem schweren Erdbeben mit mindestens 350 Toten in Ecuador läuft auch Hilfe aus Deutschland an. Helfer des Organisationsbündnisses „Aktion Deutschland Hilft“ reisten am Montag in das südamerikanische Land, wie das Bündnis mitteilte. Ziel sei zunächst, sich ein genaues Bild davon zu machen, was die Menschen am dringendsten benötigten. Weil viele Gebiete noch von der Außenwelt abgeschnitten seien, könne das genaue Ausmaß der Katastrophe noch nicht abgeschätzt werden.

+++ Nach den Rettungsarbeiten in der Küstenstadt Pedernales stieg die Zahl der Todesopfer auf 350, erklärte der Sicherheitsminister César Navas am Montag im Fernsehsender Teleamazonas. Auch eine nordirische Nonne und drei Schwesternschülerinnen kamen ums Leben. Die Leiche von Schwester Clare Theresa Crokett, ihren Schülerinnen und von zwei weiteren Mädchen seien in den Trümmern einer Schule des Küstenorts Playa Prieta gefunden worden, teilte ihr Orden Home of the Mother am Montag aufFacebook mit.

Nordirlands Regierungschefin Arlene Foster und der irische Außenminister Charles Flanagan gehörten zu den vielen Politikern und Priestern, die die Arbeit der 33-jährigen Nonne würdigten. "Sie war ein Superstar", erklärte ihr Cousin Emmet Doyle in Anspielung auf ihre Gitarrenkünste.

+++ UN-Generalsekretär Ban Ki Moon hat der Regierung des Landes und den Angehörigen der Opfer sein Beileid ausgesprochen. Gleichzeitig lobte er in einer in der Nacht zum Montag verbreiteten Mitteilung die ecuadorianischen Behörden für die rasch angelaufenen Notfalleinsatzarbeiten. Auch ein Team der Vereinten Nationen sei auf dem Weg in das südamerikanische Land. Das UN-Kinderhilfswerk Unicef teilte unterdessen mit, bereits 20 000 Wasserreinigungstabletten in die am schlimmsten betroffene Region geliefert zu haben. Zur Erstversorgung der betroffenenen Kinder würden mindestens eine Million Dollar (etwa 880 000 Euro) gebraucht.

+++ Die Zahl der Toten nach dem verheerenden Erdbeben in Ecuador ist auf 272 gestiegen. Zudem seien mehr als 2000 Menschen verletzt worden, teilte Präsident Rafael Correa nach Medienberichten am Sonntagabend (Ortszeit) mit. Er hatte zuvor Manta und Portoviejo besucht, zwei der am stärksten betroffenen Städte. Es sei zu befürchten, dass die Zahl der Opfer weiter steige, da noch Menschen unter den Trümmern vermutet werden.

+++ Dem heftigen Erdbeben in Ecuador sind Hunderte Menschen zum Opfer gefallen. Mindestens 246 Menschen starben, mindestens 2527 weitere wurden verletzt, wie Vizepräsident Jorge Glas in einer vorläufigen Bilanz am Sonntagabend (Ortszeit) mitteilte. Auch am Tag danach waren die Folgen der Katastrophe noch schwer abzuschätzen. Das südamerikanische Land war am Wochenende von einem Beben der Stärke 7,8 heimgesucht worden. Die Erdstöße im Westen Ecuadors waren nach Regierungsangaben die schlimmsten seit 37 Jahren. Die Rettungsarbeiten dauerten an. Die Behörden rechneten mit weiteren Opfern, Hunderte Menschen galten noch als vermisst. Staatschef Rafael Correa und Vizepräsident Glas reisten am Sonntag in die betroffenen Küstenregionen. Das Epizentrum des Bebens lag in der Provinz Esmeraldas. Auch die angrenzende Provinz Manabí erlitt schwere Schäden. Nach Angaben der Katastrophenbehörde SGR gab es mehr als 150 Nachbeben.

+++ Nach dem schweren Erdbeben in Ecuador sind rund 100 Häftlinge aus einem Gefängnis ausgebrochen. Dies teilte Ecuadors Justizministerin Ledy Zuñiga via Twitter mit. Etwa 30 Gefangene seien nach dem Ausbruch aus einer Anstalt in Portoviejo in der westlichen Provinz Manabí wieder gefasst worden, hieß es. Manabí ist eine der von den Erdstößen am stärksten getroffenen Regionen Ecuadors.

+++ Die Zahl der Toten nach dem schweren Erdbeben in Ecuador ist auf mindestens 233 gestiegen. Das teilte Präsident Rafael Correa über den Kurznachrichtendienst Twitter mit.

+++ Papst Franziskus hat am Sonntag an die Opfer der Erdbeben in Ecuador und Japan erinnert und den Überlebenden sein Mitgefühl ausgesprochen. „Beten wir für die Bevölkerung“, sagte das katholische Kirchenoberhaupt am Sonntag vor Tausenden Pilgern in Rom. „Möge die Hilfe Gottes und ihrer Brüder ihnen Kraft und Beistand geben“, ergänzte der 79-Jährige.

+++ Die Regierung von Ecuador hat etwa 10.000 Soldaten und 3500 Polizisten zum Einsatz in die Erdbebengebiete geschickt. Das teilte der Vizepräsident Jorge Glas am Sonntag per Twitter mit. Zudem waren Helfer aus dem Ausland, vor allem aus Mexiko und Kolumbien, zur Unterstützung der Rettungsarbeiten nach Ecuador unterwegs.

+++ Der zum Zeitpunkt des Bebens im Vatikan weilende Staatschef Rafael Correa erklärte den Familien der Opfer sein Mitgefühl. Er rief seine Landsleute auf, angesichts der "nationalen Tragödie" Ruhe zu bewahren und "einiger denn je" zu sein. Der Präsident, in dessen Abwesenheit sein Stellvertreter Glas die Amtsgeschäfte führte, wollte noch am Sonntag nach Ecuador zurückkehren und die betroffenen Gebiete besuchen.

"Es war, als ginge die Welt unter"

+++ Augenzeugen berichten von dem Erdbeben: "Es war, als ginge die Welt unter. Häuser krachten zusammen, Lichter gingen aus, die Menschen sind vollständig verzweifelt, unter den Trümmern liegen Verschüttete", so die 40-jährige Hausfrau Miriam Santana der Nachrichtenagentur AFP aus Manta.

Die 60-jährige María Torres erlebte das Beben in Quito, wo Lichtmasten und Kabel hin- und herschwankten. "Mein Gott! Das war das schlimmste Erdbeben in meinem ganzen Leben. Es dauerte eine ganze Weile. Mir war schwindlig, ich wollte auf die Straße rennen, aber ich konnte nicht - zu sehr drehte sich mir der Kopf", sagte sie.

Die in Guayaquil lebende Carlota López war im Auto unterwegs, als die Erde zu beben begann. "Ich hatte große Angst, dass die stark schwankenden Stromkabel oder Straßenleuchten auf mein Fahrzeug stürzen würden", sagte sie AFP per Telefon. "Wenig später ging in der ganzen Stadt das Licht aus. Mein Auto bewegte sich, als werde es mit starker Hand von außen ferngesteuert." 

+++ Die Zahl der Toten nach dem Erdbeben ist auf 77 gestiegen. Das teilte Vizepräsident Jorge Glas in der Nacht zum Sonntag (Ortszeit) laut dem US-Sender CNN mit. Etwa 600 Menschen seien verletzt worden.

+++ Die Opferzahl des schweren Erdbebens in Ecuador am Samstagabend ist auf 41 gestiegen. Vizepräsident Jorge Glas sagte im Radio und Fernsehen, es werde ein weiterer Anstieg der Opferzahl erwartet.

+++ Das Geologische Institut Ecuadors berichtet über mehrere Nachbeben entlang der Küstenregion. Die Regierung schickt landesweit Soldaten auf die Straßen, um die öffentliche Ordnung aufrechtzuerhalten, wie Vizepräsident Glas erklärte. Der Ausnahmezustand gilt zunächst in sechs Provinzen des Landes.

+++ Staatschef Rafael Correa macht seinen Landsleuten im Kurznachrichtendienst Twitter Mut. Correa befand sich zum Zeitpunkt des Bebens zu Besuch in Europa. Der Präsident rief die Bevölkerung auf, sich wegen der Tsunamigefahr von den Küstenregionen zu entfernen. 

Das Pazifik-Zentrum für Tsunamiwarnung hatte zunächst eine Warnung für Dutzende Länder der Pazifikregion ausgegeben, diese wurde später für alle betroffenen Länder bis auf Ecuador aufgehoben.

Erdbeben der Stärke 7,8 in Ecuador

Ein schweres Erdbeben hat Ecuador erschüttert. Der Erdstoß forderte ersten Berichten zufolge mehrere Menschenleben in verschiedenen Teilen des Landes, die Behörden riefen nach dem heftigen Erdstoß vor der Westküste Ecuadors am Samstagabend (Ortszeit) den Ausnahmezustand aus. Die US-Erdbebenwarte USGS und die ecuadorianischen Behörden gaben die Stärke mit 7,8 an. Das Pazifik-Zentrum für Tsunamiwarnungen gab eine Warnung für Ecuador aus.

Vizepräsident Jorge Glas berichtete in einer Fernsehsprache über mindestens 28 Todesopfer landesweit. Betroffen war vor allem die Stadt Portoviejo in der westlichen Provinz Manabí. Auch aus Guayaquil wurden Tote gemeldet. In der der zweitgrößten Stadt des Landes stürzte nach Medienberichten unter anderem ein dreistöckiges Gebäude zusammen. Viele andere Städte meldeten Schäden. Einem Bericht der Zeitung „El Telégrafo“ zufolge fiel in vielen Stadtteilen der Hauptstadt Quito der Strom aus.

Ecuador liegt auf dem Pazifischen Feuerring

Das südamerikanische Land liegt geografisch am sogenannten Pazifischen Feuerring, einem Gürtel aus etwa 450 aktiven Vulkanen. Er ist etwa 40 000 Kilometer lang und wie ein Hufeisen geformt. Dort treffen verschiedene Platten der Erdkruste aufeinander. Es kommt zu tektonischen Verschiebungen und Verwerfungen, die Vulkanausbrüche, Erdbeben und Tsunamis zur Folge haben. Das Halbrund aus „Feuerbergen“ reicht von den Küsten Süd- und Nordamerikas bis zu einer Reihe von Inselketten im asiatisch-pazifischen Raum.

Viele Tote bei schwerem Erdbeben in Ecuador: Bilder

Viele Tote bei schwerem Erdbeben in Ecuador: Bilder

Ecuador: Manta schwer von Erdbeben getroffen

ole/hn/sah/afp/dpa

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