Risiko für Deutschland

RKI: Ebola könnte eingeschleppt werden

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Ein Freiwilliger bekommt in Bamako, Mali, eine Impfung mit dem Ebola-Impfstoff "cAd3-EBO-Z".

Berlin - Eine Einschleppung des gefährlichen Ebola-Virus nach Deutschland hält der Vize-Präsident des Berliner Robert Koch-Instituts, Lars Schaade, für möglich.

„Es gibt ein Risiko, das Risiko ist gering, aber wir müssen natürlich damit rechnen“, sagte Schaade am Montag im ZDF-Morgenmagazin. Die Behörden seien aber gut vorbereitet. „Wir haben entsprechende Übungen gemacht und haben bei den vergangenen Verdachtsfällen gesehen, dass diese Kette sehr gut funktioniert.“

Pflegekräfte in Liberia wollen Gefahrenzulage erstreiken

Die Ebola-Krise in Westafrika hat weitreichende Auswirkungen: Mitarbeiter des liberianischen Gesundheitswesens haben einen Streik angekündigt, um Gefahrenzulagen wegen der Epidemie zu erzwingen. Wie ihre Gewerkschaft mitteilte, soll am Montag ein landesweiter Ausstand "in allen Krankenhäusern" beginnen. Betroffen sollen demnach auch Ebola-Behandlungszentren sein.

Im größten staatlichen Krankenhaus zur Behandlung von Ebola-Fällen in Monrovia sei bereits in den vergangenen Tagen weniger gearbeitet worden, um die Forderung durchzusetzen, sagte ein Vertreter der Mitarbeiter der Island Clinic in Liberias Hauptstadt. Am Wochenende seien dort "dutzende Menschen" gestorben, warnte er. Die Regierung bestritt, dass es Einschränkungen gebe.

Die westafrikanischen Länder Liberia, Guinea und Sierra Leone sind besonders stark von der Ebola-Epidemie betroffen. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation haben sich bislang rund 8400 Menschen mit dem Virus infiziert, mehr als 4000 von ihnen starben. Die Löhne für liberianische Pflegekräfte liegen nach Gewerkschaftsangaben bei umgerechnet rund 200 Euro pro Monat.

Ebola: Darum ist die Krankheit so gefährlich

dpa/AFP

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