"Bringt ihnen bei zu spielen!"

Dieser Schwede spricht Zehntausenden Eltern aus dem Herzen

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Der Pädagoge Jonas Harrysson arbeitet seit 16 Jahren mit Kindern. 

Ronneby - Der Pädagoge Jonas Harrysson aus einer kleinen idyllischen Stadt in Schweden hat jetzt mit einem Plädoyer über Kindererziehung die sozialen Netzwerke in Aufruhr gebracht. 

Drei Punkte zählt der Schwede in seinem Facebook-Post auf, der mittlerweile mehr als 12.000 "Gefällt mir"-Angaben erreicht hat und rund 16.000 Mal geteilt wurde. Nebenbei erwähnt, seine Heimatstadt Ronneby hat gerade einmal 12.000 Einwohner. Jonas Harrysson arbeitet seit fast 16 Jahren mit Kindern, und dabei ist ihm einiges aufgefallen.

Auf Facebook postete er daraufhin die drei für ihn wichtigsten Punkte der Kindererziehung. Im ersten Punkt geht es ihm darum, dass sich Kinder heutzutage immer schwerer damit tun, sich zu langweilen. Die ganze Zeit müsse etwas passieren, das kritisiert der Pädagoge und bittet darum, dass die Eltern aufhören, ihre Kinder so zu verwöhnen. Es würde schließlich nicht schaden, wenn sich die Kinder ab und zu mal langweilen.

"Bringt ihnen lieber bei zu spielen"

Als zweites kritisiert Harrysson, dass Kinder heutzutage oftmals schon lesen und rechnen können, bevor sie überhaupt in die Schule kommen. Das würden die Kinder laut dem Schweden noch früh genug lernen, stattdessen sollten die Eltern ihren Kindern lieber beibringen zu spielen, Dinge zu teilen und ein guter Kumpel zu sein. 

Was Harrysson zudem ganz besonders schlimm findet, ist dass Kinder sich heute schwer tun, Dankbarkeit zu zeigen. Sie wollen immer noch mehr, etwas gratis dazu oder jammern wenn sie nur eine Sache bekommen. Entsetzt fragt Harrysson: "Was ist mit dem DANKE passiert?!"

"Mycket bra skrivet" - "Sehr gut geschrieben"

Zum Schluss äußert sich Harrysson hoffnungsvoll. Er selbst hätte zwar noch keine Kinder, sollte er aber eines Tages welche haben, wird er ihnen all diese Dinge beibringen. Spielen, Danke zu sagen und ein guter Kumpel zu sein. "Wenn sie das beherrschen, dann können sie lernen, wie man liest und zählt."

Unter den 600 Kommentaren finden sich bei dem Facebook-Post überwiegend positive Reaktionen. Harrysson wird gedankt, dass endlich jemand laut ausspricht, was viele eigentlich schon lange denken. Dutzende Male wurde der Schwede mit einem "Mycket bra skrivet" (zu dt. Sehr gut geschrieben) gelobt. Eines ist nach diesem Facebook-Post auf jeden Fall sicher: Jonas Harrysson ist in Schweden jetzt um einiges bekannter als zuvor. 

mt

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