Schweden-Prinz Carl Philip zum ersten Mal Papa

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Der schwedische Prinz Carl Philip freut sich über die glückliche Geburt. Foto: Henrik Montgomery

Schwedens Prinz Carl Philip und seine Sofia schwelgen nach der Geburt ihres ersten Kindes im Babyglück. Schlechtes Timing: Als ihr Enkel geboren wird, ist Königin Silvia gerade weit weg von Zuhause.

Stockholm (dpa) - Der schwedische Prinz Carl Philip ist eigentlich immer nervös, wenn er Fernsehkameras gegenübersteht. Am Dienstagabend scheinen sie ihm aber plötzlich gar nichts auszumachen. "Wir haben ein Kind bekommen", sagt er bei der spontanen Pressekonferenz im Danderyds Krankenhaus in Stockholm.

"Es ist ein kleiner Junge, ein Sohn, über den wir natürlich unglaublich glücklich sind." Es ist schon spät, und die Geburt seines ersten Kindes ist erst wenige Stunden her. "Für mich und meine Frau ist das ein großer Tag mit großen Gefühlen."

Für den schüchternen Prinzen dürfte das Baby die Krönung seiner großen Liebe sein. Erst im vergangenen Sommer hatte er seiner Traumfrau Prinzessin Sofia - einem früheren Bikinimodel - unter Freudentränen das Ja-Wort gegeben. "Sofia, du erfüllst mich mit Liebe und Freude", hatte er seiner Braut damals bei der Feier nach der Trauung zugehaucht. "Deine Liebe bewirkt, dass ich jede Herausforderung meistern kann."

Wohl auch deshalb plaudert und scherzt der frischgebackene Papa, der wie sein Vater König Carl XVI. Gustaf (69) an Dyslexie leidet, so selbstsicher mit den Reportern. "Wir haben uns noch nicht entschieden, wie er heißen soll", sagt er über seinen kleinen Sohn. Namen und Titel des Jungen sollten am Mittwoch bekannt werden.

Die Nabelschnur habe er natürlich selbst durchtrennt, versichert Carl Philip. Das Geschlecht des 3595 Gramm schweren Babys hätten er und seine Frau bis zur Geburt selbst nicht gewusst. "Es sollte eine große Überraschung sein."

Ein bisschen was hat sich der 36-Jährige bei seinem Auftritt von seinem Schwager Prinz Daniel (42) abgeguckt, der der Öffentlichkeit vor gerade einmal eineinhalb Monaten von der Geburt seines ersten Sohnes Prinz Oscar berichtet hatte. Mit den Händen deutet er im Blitzlichtgewitter an, wie groß das Prinzen-Baby ist: 49 Zentimeter.

Ganz so aus dem Häuschen wie bei der Geburt des Sohnes von Kronprinzessin Victoria (38) und Daniel im März sind die Schweden nicht. Bei dem stehen die Chancen schließlich auch besser, dass er einmal König von Schweden werden könnte - falls seine ältere Schwester Prinzessin Estelle (4) nach ihrer Mama auf den Thron verzichtet. Der kleine Prinzen-Nachwuchs steht dagegen hinter seinem Vater in der Thronfolge nur auf Rang Fünf. Dahinter folgen Carl Philips jüngere Schwester Madeleine (33) und deren zwei Kinder.

Weder seine Geschwister noch Carl Philips Eltern lernten den Familienzuwachs gleich am Dienstagabend kennen. "Die meisten haben heute andere Verpflichtungen", sagt der Prinz. Besonders dürfte sich Königin Silvia (72) geärgert haben. Sie sitzt gerade in einer Konferenz der Vereinten Nationen in New York, als die Baby-Nachricht sie erreicht. "Ich saß ja in einem wichtigen Treffen", sagt die Königin schwedischen Boulevardmedien hinterher. "Es war ein bisschen schwierig zu kommunizieren." Zum fünften Mal Oma geworden zu sein mache sie aber überglücklich: "Ich schwebe wie auf Wolken."

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