Redaktionsvolontär/-in

Fakten

Voraussetzungen:  In der Regel mindestens Abitur, zudem oft ein abgeschlossenes Studium und/oder eine Berufsausbildung.

Ausbildungsdauer:  Zwei Jahre, Verkürzung auf 15 Monate unter bestimmten Voraussetzungen möglich.

Start als freier Mitarbeiter

Neben den festangestellten Redakteurinnen und Redakteuren beschäftigt jede Zeitungsredaktion einen größeren Stab an freien Mitarbeitern. Die sind immer dann im Einsatz, wenn die Redaktion bestimmte Themen und Termine nicht mehr mit den eigenen "hauptamtlichen" Kräften besetzen kann. Sei es auf Vereinsfesten oder bei Sportereignissen am Wochenende, sei es für Besprechungen von Konzerten oder Kabarettaufführungen am Abend, sei es auch als "Zulieferer" für besondere Themen, etwa historische Artikel, Beiträge in Mundart oder andere Spezialitäten.

Diese freie Mitarbeiter sind - wie es der Name schon sagt - nicht fest bei einer Zeitung beschäftigt, sondern werden pro Auftrag bezahlt. Bei vielen Zeitungen dient als Berechnungsgrundlage die gedruckte Zeile, bei anderen - wie auch dem Solinger Tageblatt - wird hauptsächlich pro Artikel bezahlt, wobei sich das jeweilige Honorar nach Aufwand und Anspruch staffelt.

Auch fürs ST schreibt eine kleine Heerschar von Mitarbeitern für die verschiedensten Einsatzgebiete. Für viele sind dies die ersten Gehversuche, um auf dem journalistischen Arbeitsfeld Fuß zu fassen (siehe "Zeitungsvolontär"). Hier kann man in idealer Weise - neben Studium, Schule oder auch Beruf - testen, ob man man Spaß am journalistischen Arbeiten hat, ob man den Anforderungen (Flexibilität, Offenheit, Kommunikationsfähigkeit) gewachsen ist und ob man die notwendige Portion Talent besitzt, seine "Erlebnisse" in spannende, interessante, bunte Sprache zu fassen. "Pfiffige Schreibe" nennt man dieses mitunter schwierige Unterfangen, das man nur zu einem gewissen Grad lernen kann.

Neben einem festen Stamm "Freier", die meist ihr Hobby in Kultur, Sport oder Freizeit zu einer nebenberuflichen, selbstständigen Tätigkeit für die Zeitung ausgebaut haben, stellen die beschriebenen Berufseinsteiger die Hauptgruppe der "Freelancer". Entsprechend hoch ist die Fluktuation, weil auf den ersten Schritt meistens der nächste folgt. Entsprechend stark ist jede Zeitung ständig an neuen viel versprechenden Talenten interessiert. So auch das Solinger Tageblatt. Hier ist der Einstieg für junge Interessenten besonders einfach: Sie kommen ganz zwanglos und unverbindlich zur wöchentlichen Redaktionssitzung unserer Jugendredaktion "Klartext" (immer mittwochs, immer um 19 Uhr, immer im Tageblatt-Haus an der Mummstraße. Kontakt: Lilian Muscutt, Fon (02 12) 2 99- 1 37, Mail: lilian.muscutt@solinger-tageblatt.de). Dort hat schon mancher Nachwuchsjournalist den Grundstein für eine spätere Karriere gelegt. Und wenn wider Erwarten das erste Schnuppern von Zeitungsluft, die ersten begleiteten und "behüteten" journalistischen Gehversuche nicht den erwarteten "Urknall" ausgelöst haben - auch gut: So weiß der junge Berufssuchende wenigstens, dass andere Jobs womöglich besser zum Persönlichkeitsprofil passen, und er jagt nicht jahrelang vergeblich einem Trugbild hinterher.

Der Übergang von der Jugendredaktion in den "harten Alltag" einer Lokalredaktion ist fließend: Wer sich was zutraut und mit ersten Geschichten schon Talent bewiesen hat, ist schnell als freier Mitarbeiter für die Tageblatt-Redaktion engagiert. Und hat einen ersten wichtigen Schritt in Richtung des begehrten Volontariats getan.

Allgemeine Informationen

Viele Wege führen zum Journalismus - Fesselnder Beruf mit hohen Anforderungen

Reisen in alle Welt, Begegnungen mit den Großen aus Politik, Wirtschaft und Showgeschäft, die Mächtigen kontrollieren, selbst Einfluss nehmen.

Junge Menschen sehen im Journalismus einen Traumberuf. Mancher dieser Träume kann sogar in Erfüllung gehen - wenn auch nicht für jeden der heute über 60 000 Journalisten in Deutschland. Nur wenige werden zum prominenten Anchorman auf dem Bildschirm, zum Star-Korrespondenten oder allseits geachteten Kolumnisten. Für die meisten bleibt dieser Beruf zu großen Teilen mühselige "Kleinarbeit" am Schreibtisch oder "vor Ort" an den Schauplätzen der Ereignisse. Fast immer arbeiten Journalisten unter Zeitdruck, oft auch in der Nacht oder an Sonn- und Feiertagen. Gefordert sind geistige Energie und Mobilität, Neugier als Charaktereigenschaft, die Fähigkeit, täglich neu zu lernen, die Flexibilität und die Bereitschaft, sich unter unkonventionellen Bedingungen und in unvorhergesehenen Situationen zu bewähren.

Wer das verkraftet, kann im Journalismus tatsächlich seinen Traumberuf finden. Journalisten können sich ein enormes Wissen erarbeiten, sie erhalten Einblicke in das Gefüge der Gesellschaft, die den meisten Zeitgenossen verwehrt sind.

Solide Ausbildung ist wichtig. In diesen Beruf hineinzukommen, ist im Übrigen nicht ganz leicht, auch wenn er als "einer der letzten freien Berufe unserer Gesellschaft" bezeichnet wird. Der Grundsatz der Pressefreiheit verlangt, dass der Zugang nicht staatlich geregelt wird. Er darf nicht davon abhängig sein, dass jemand vorgeschriebene Ausbildungsgänge absolviert hat. So kommt es auch heute noch vor, dass journalistische Naturtalente den sogenannten "Seiteneinstieg" schaffen. Doch das ist eher selten.

Der Kern journalistischer Arbeit ist überall ähnlich: Der Journalist wirkt durch Sammeln, Sichten, Recherchieren, Organisieren, Schreiben bzw. Fotografieren und Gestalten verantwortlich an der Produktion des jeweiligen Mediums mit. Ein möglichst großes Allgemeinwissen gehört zu den Grundvoraussetzungen. Daneben aber erfordert die Arbeit in den Redaktionen von Tageszeitungen oder Zeitschriften, von Fernsehen, Hörfunk oder neuerdings Online-Medien viele spezielle Fertigkeiten und technische Kenntnisse.

Die Basis sind heute ein Studium oder eine praktische Berufsausbildung. Rund drei Viertel der Berufsanfänger bei Tageszeitungen haben nach Erhebungen des Bundesverbands Deutscher Zeitungsverleger ein Studium unterschiedlichster Fachrichtung abgeschlossen. Zwölf Prozent können eine abgeschlossene Berufsausbildung vorweisen.

Wer sich allerdings erst mit einem Diplom in der Tasche um den journalistischen Berufseinstieg kümmert, hat häufig das Nachsehen. Bei der Suche nach dem Ausbildungsplatz zahlt es sich aus, frühzeitig eine Redaktionshospitanz, ein Praktikum und vor allem freie Mitarbeit gemacht zu haben. Denn nichts ist besser als eine dicke Belegmappe mit journalistischen Arbeiten. Ohne journalistische Erfahrung gibt es nämlich kaum noch einen Volontariatsvertrag. Sie ist wichtiger als der Doktorhut mit summa cum laude.

Beim Solinger Tageblatt ist der Einstieg für junge Berufsinteressenten besonders einfach: Sie kommen ganz zwanglos und unverbindlich zur wöchentlichen Redaktionssitzung unserer Jugendredaktion "Klartext" (immer mittwochs, immer um 19 Uhr, immer im Tageblatt-Haus an der Mummstraße. Kontakt: Lilian Muscutt, Fon (02 12) 2 99- 1 32, Mail: lilian.muscutt@solinger-tageblatt.de). Dort hat schon mancher Nachwuchsjournalist den Grundstein für eine spätere Karriere gelegt. Und wenn wider Erwarten das erste Schnuppern von Zeitungsluft, die ersten begleiteten und "behüteten" journalistischen Gehversuche nicht den erwarteten "Urknall" ausgelöst haben - auch gut: So weiß der junge Berufssuchende wenigstens, dass andere Jobs womöglich besser zum Persönlichkeitsprofil passen, und er jagt nicht jahrelang vergeblich einem Trugbild hinterher.

Der Übergang von der Jugendredaktion in den "harten Alltag" einer Lokalredaktion ist fließend: Wer sich was zutraut und mit ersten Geschichten schon Talent bewiesen hat, ist schnell als freier Mitarbeiter für die Tageblatt-Redaktion engagiert. Und hat einen ersten wichtigen Schritt in Richtung des begehrten Volontariats getan.

Das Redaktionsvolontariat bei einer Zeitung, Zeitschrift, Agentur oder Rundfunkanstalt ist der übliche Weg in den Journalismus. Es ist ein befristetes Anstellungsverhältnis mit dem Zweck der Ausbildung zum Redakteur. Die Ausbildung ist überwiegend "learnig by doing", d.h. in der praktischen Mitarbeit sammelt der Nachwuchs Kenntnisse und Erfahrungen in den journalistischen Darstellungsformen und dem notwendigen "Drumherum". Nicht alles lässt sich in der Praxis "vor Ort" erwerben. Deshalb gibt es überbetriebliche Bildungsabschnitte, in denen die erforderliche theoretische Unterweisung und Vertiefung geschieht.

Beim Solinger Tageblatt beginnt in der Regel alle zwei Jahre ein Volontär seine praktische Ausbildung. Überbetrieblich werden mehrwöchige Grund- und Aufbaukurse beim ABZV, dem Bildungswerk der Zeitungsverlage, angeboten. Die praxisorientierte Ausbildung in der Lokalredaktion wird zudem vertieft durch den zweimonatigen Besuch in der Zentralredaktion in Düsseldorf. Die Mantelredaktion arbeitet gemeinsam für die drei Partnerzeitungen Westdeutsche Zeitung, Solinger Tageblatt und Remscheider General-Anzeiger. Außerdem lernen ST-Volontäre in weiteren ausbildungsbegleitenden Praktika u.a. die Nachrichtenagentur dpa kennen.

Eine Fülle von Informationen und Adressen bietet das ständig aktualisierte Standardwerk von Volker Schulze (Hrsg.): Wege zum Journalismus. Ein Ratgeber für die Praxis, 10. Auflage, Bonn 1999.

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