Freie Mitarbeit in der Redaktion

Neben den festangestellten Redakteurinnen und Redakteuren beschäftigt jede Zeitungsredaktion einen größeren Stab an freien Mitarbeitern/-innen. Diese kommen immer dann zum Einsatz, wenn die Redaktion bestimmte Themen und Termine nicht mehr mit den eigenen "hauptamtlichen" Kräften besetzen kann. Sei es auf Vereinsfesten oder bei Sportereignissen am Wochenende, sei es für Besprechungen von Konzerten oder Kabarettaufführungen am Abend, sei es auch als "Zulieferer" für besondere Themen, etwa historische Artikel, Beiträge in Mundart oder andere Spezialitäten.

Diese freien Mitarbeiter sind - wie es der Name schon sagt - nicht fest bei einer Zeitung beschäftigt, sondern werden pro Auftrag bezahlt. Bei vielen Zeitungen dient als Berechnungsgrundlage die gedruckte Zeile, bei anderen - wie auch dem Solinger Tageblatt - wird hauptsächlich pro Artikel bezahlt, wobei sich das jeweilige Honorar nach Aufwand und Anspruch staffelt.

Auch fürs ST schreibt eine kleine Heerschar von Mitarbeitern für die verschiedensten Einsatzgebiete. Für viele sind dies die ersten Gehversuche, um auf dem journalistischen Arbeitsfeld Fuß zu fassen (siehe "Zeitungsvolontär"). Hier kann man in idealer Weise - neben Studium, Schule oder auch Beruf - testen, ob man man Spaß am journalistischen Arbeiten hat, ob man den Anforderungen (Flexibilität, Offenheit, Kommunikationsfähigkeit) gewachsen ist und ob man die notwendige Portion Talent besitzt, seine "Erlebnisse" in spannende, interessante, bunte Sprache zu fassen. "Pfiffige Schreibe" nennt man dieses mitunter schwierige Unterfangen, das man nur zu einem gewissen Grad lernen kann.

Neben einem festen Stamm "Freier", die meist ihr Hobby in Kultur, Sport oder Freizeit zu einer nebenberuflichen, selbstständigen Tätigkeit für die Zeitung ausgebaut haben, stellen die beschriebenen Berufseinsteiger die Hauptgruppe der "Freelancer". Entsprechend hoch ist die Fluktuation, weil auf den ersten Schritt meistens der nächste folgt. Entsprechend stark ist jede Zeitung ständig an neuen viel versprechenden Talenten interessiert. So auch das Solinger Tageblatt. Hier ist der Einstieg für junge Interessenten besonders einfach: Sie kommen ganz zwanglos und unverbindlich zur wöchentlichen Redaktionssitzung unserer Jugendredaktion "Karl." (immer mittwochs, immer um 19 Uhr, immer im Tageblatt-Haus an der Mummstraße. Kontakt: Lilian Muscutt, Fon (02 12) 2 99- 1 37, Mail: lilian.muscutt@solinger-tageblatt.de). Hier hat schon mancher Nachwuchsjournalist den Grundstein für seine spätere Karriere gelegt. Und wenn wider Erwarten das erste Schnuppern von Zeitungsluft, die ersten begleiteten und "behüteten" journalistischen Gehversuche nicht den erwarteten "Urknall" ausgelöst haben - auch gut: So weiß der junge Berufssuchende wenigstens, dass andere Jobs womöglich besser zum Persönlichkeitsprofil passen, und er jagt nicht jahrelang vergeblich einem Trugbild hinterher.

Der Übergang von der Jugendredaktion in den "harten Alltag" einer Lokalredaktion ist fließend: Wer sich was zutraut und mit ersten Geschichten schon Talent bewiesen hat, ist schnell als freier Mitarbeiter für die Tageblatt-Redaktion engagiert. Und hat einen ersten wichtigen Schritt in Richtung des begehrten Volontariats getan.

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