Er soll angeblich die ganze Festplatte zerstören

WhatsApp-Virus im Umlauf? Das steckt hinter „Ute Lehr“

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Dieser Kettenbrief kursiert derzeit auf WhatsApp und Facebook. 

Es klingt so dramatisch: Ein Kettenbrief auf WhatsApp warnt vor dem mega-fiesen Virus, der sich hinter dem Kontakt „Ute Lehr“ verbergen soll und quasi alles zerstört. Doch was steckt dahinter?

Wer die Nachricht auf WhatsApp und Facebook liest, zuckt erst einmal zusammen. Denn es klingt gefährlich, was da steht: 

„Sag mal bitte allen Leuten in deiner Liste, dass sie den Kontakt "Ute Lehr" nicht annehmen sollen! Das ist ein Virus (über whatsapp) der zerstört die ganze Festplatte und zieht sich die Daten runter, wenn ihn einer deiner Kontakte erwischt, bist du auch betroffen, weil er sich durch die Liste frisst! Wenn dich die Nummer 01719626509 anruft, nimm ja nicht ab! Ist ein Hacker und es werden auch all deine Kontakte betroffen sein! Es ist heute morgen auch von EUROP1 und SAT1 bestätigt worden! Weiterleiten!!“

Keine Panik.

Wer schlau ist, verbreitet das nicht sofort, sondern googelt erst einmal - und wird dann schnell fündig: Die Spezialisten der Webseite mimikama.at zum Beispiel geben sofort Entwarnung. 

Bei der Warnung vor „Ute Lehr“ handelt es sich schlichtweg um einen weiteren Kettenbrief. Dass sich hinter genanntem Kontakt ein Virus verbirgt, ist eine Falschmeldung (Hoax). Auch die Bestätigung von Sat1 und Europ1 ist frei erfunden.

Bis vor wenigen Stunden nannte sich der “Virus” laut mimikama.at übrigens noch “Ute Christoff”. Und dann gab es da noch „Marcel Hohmann“. Kreativ. 

Der Inhalt der Nachricht ist stets derselbe. 

WhatsApp-Virus-Meldung: So sollten Sie reagieren

Immer wieder kursieren solche Kettenbriefe auf WhatsApp und Facebook. Und immer wieder werden die Empfänger aufgefordert, die Nachricht weiterzuleiten - am besten per Broadcast an alle Kontakte.

Es ist vermeintlich ein harmloser Spaß, weil ja nichts passiert, außer dass man sich vielleicht etwas vor seinen Freunden blamiert, wenn man darauf hereinfällt.

Jedoch: Kettenbriefe sind nicht immer lustig. Anfang 2014 etwa war in einem WhatsApp-Kettenbrief beschrieben worden, wie zwei Mädchen bei lebendigem Leib gehäutet werden. 

Rechtsexperten empfehlen im Übrigen, solche Kettennachrichten einfach zu ignorieren.

kg

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