Absurde Forderung von Tierschützern

Peta-Klage: Affe soll Copyright für sein Selfie bekommen

New York - Das Selfie, das der sechsjährige Makake Naruto 2011 von sich selbst schoss, machte im Netz Furore. Tierschützer von Peta klagen nun vor Gericht: Naruto soll die Rechte an dem Foto bekommen.

Im Streit um das Urheberrecht an Tier-Selfies hat die Tierrechtsorganisation Peta Klage in den USA im Namen eines betroffenen Affen eingereicht. Der sechsjährige Makake Naruto von der indonesischen Insel Sulawesi müsse zum "Urheber und Eigentümer seines Fotos" erklärt werden, forderte Peta am Dienstag. Die Tierschutzorganisation hat Klage bei einem Bundesgericht in San Francisco eingereicht. Begründung: Das Urheberrechtsgesetz in den USA verbiete einem Tier nicht das Copyright, "und da Naruto das Foto gemacht hat, gehört ihm das Copyright, wie es jedem Menschen gehören würde".

Der britische Fotograf David Slater hatte 2011 eine Serie von Tierbildern auf Sulawesi geschossen. In einem später veröffentlichten Buch fügte er zwei von Naruto gemachte Selbstporträts hinzu. Slater argumentiert, er habe das Urheberrecht an den Fotos, weil er das Stativ aufgebaut habe und dann nur für wenige Minuten weggegangen sei - in der Zeit habe der Affe seine Kamera an sich gerissen. "Die Anklage stimmt mich traurig", so Slater zum britischen Guardian.

Der "Washington Post" sagte Slater im vergangenen Jahr, als der Streit um das Copyright aufkam, die Verbreitung der Fotos im Internet habe ihn viel Geld gekostet. "Das ruiniert mir das Geschäft", fügte der Fotograf hinzu.

AFP

Kommentare

Meistgelesen

Hassreden: So lasch sind Facebook und Co. wirklich
Hassreden: So lasch sind Facebook und Co. wirklich
Affen erkennen einander am Hintern
Affen erkennen einander am Hintern
Kein Internet wegen Telekom-Panne: Das können Sie tun
Kein Internet wegen Telekom-Panne: Das können Sie tun
Facebook: Wichtige neue Funktion noch mit Schwächen
Facebook: Wichtige neue Funktion noch mit Schwächen
WhatsApp bekommt neue Funktionen - auch für die PC-Version
WhatsApp bekommt neue Funktionen - auch für die PC-Version