Größe, Akku, Kamera

Stiftung Warentest: So gut ist das iPhone 6

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Das iPhone 6, ab 699 Euro erhältlich, ist schon deutlich größer als sein Vorgänger.

Berlin - Die Stiftung Warentest hat Apples neues iPhone 6 und iPhone 6 Plus ins Labor geholt. Lesen Sie, zu welchem Ergebnis die Tester der zwei Modelle gekommen sind.

Update 4: Neben den Originalen kursieren im Netz immer wieder Fake-Versionen des begehrten iPhone 6. Doch was können die billigen Fäschungen des Apple-Smartphones aus China? Wir haben Original und Fake-iPhone 6 verglichen.

Update, 15.10.2014: Apple hat für den 16. Oktober erneut zu einer Keynote nach Cupertino eingeladen. Dieses Mal wird der Konzern voraussichtlich das neue iPad Air 2 sowie die neue Generation der MacBooks vorstellen. Wir verraten, wie Sie die Präsentation von Apple live im Stream oder Ticker verfolgen können.

Update 2: Vor der Keynote im Oktober macht Apple weiter Schlagzeilen: Nun erschien im Internet ein interner Geschäftsbrief, der das vermeintliche Launch-Datum des neuen Bezahlsystems Apple Pay bekannt gibt.

Update: Nach der Veröffentlichung des iPhone 6 bahnt sich für Apple-Fans bereits das nächste Highlight an: Am 16. Oktober sollen bei einer Produktpräsentation in Cupertino weitere Neuheiten des Mega-Konzerns vorgestellt werden. Als sicher gilt die Vorstellung der neuen iPads. Welche Features die Tablets enthalten sollen, dazu gibt es bereits zahlreiche Spekulationen.

Die Stiftung Warentest hat Apples neues iPhone 6 und iPhone 6 Plus untersucht.

iPhone 6 und iPhone 6 Plus: die Größe

Beide sind größer als ihre Vorgänger. Das iPhone 6 ist 13,8 Zentimeter lang, das Plus-Modell sogar 15,8. Es ähnele daher einem geschrumpften Tablet, so die Tester. Als erstes iPhone biete das 6 Plus deshalb den Start­bild­schirm und zum Beispiel die bereits installierte Mail-App im Querformat. Die horizontale Darstellung habe bisher nur beim iPad funktioniert.

Die Displays sind nach Meinung der Tester groß und sehr gut zugleich: "Die Darstellung ist knack­scharf, kontrast­stark und auch aus seitlichen Blick­winkeln und bei heller Umge­bung noch gut ables­bar." Das sei besonders praktisch, wenn die Nutzer Websites aufrufen oder sich Bilder und Fotos anschauen. 

iPhone 6 und iPhone 6 Plus: der Akku

Wer ein iPhone 6 oder iPhone 6 Plus besitzt, kann den Akku nicht wechseln, wenn dieser nach Monaten schwächelt. Das ist auch bei den Vorgängermodellen nicht möglich, da Apple die Akkus fest verbauen lässt. Die Akkuleistung der neuen Modelle sei "weder verheerend noch berauschend", urteilen die Tester. Das iPhone 6 Plus hat ihnen zufolge aber einen stärkeren Akku als das kleinere. Der Nutzer kann demnach länger telefonieren und das Gerät hält im Standby-Modus länger durch.  

"Im Surf­betrieb wird dieser Vorteil dagegen vom strom­fressenden Riesen­display neutralisiert: Beim Surfen per LTE schaffen beide rund 4,5 Stunden", erklären die Tester.

Und noch etwas Interessantes zur Power der neuen 6er-Reihe: "Bisher hielten die meisten Smartphones beim Telefonieren per GSM länger durch als per UMTS, und beim Surfen per UMTS länger als per LTE. Bei den beiden neuen iPhones ist es dagegen umge­kehrt."

iPhone 6 und iPhone 6 Plus: die Kamera

Wer es liebt, Selfies zu machen und Urlaubsorte oder Konzerte zu knipsen, wird von der Kamera begeistert sein. Sie gehört laut Stiftung Warentest zu den aktuell besten auf dem Smartphone-Markt.

Die Prüfer urteilen: "Die beiden neuen Apple-Modelle liefern bei guter Beleuchtung scharfe, detailreiche Bilder mit einer ausgewogenen Farbdarstellung."

Das iPhone 6 Plus nutzt bei miesen Lichtverhältnissen einen optischen Bildstabilisator. Dieser ermögliche bei Dunkelheit rauschärmere Bilder von starren Motiven. Dieses Feature hat das kleinere iPhone 6 nicht. Was bei beiden gut funktioniere, sei der "angenehm ruckelarme" Videodreh. Auch der Ton sei besser als bei den vorherigen Apple-Geräten.

iPhone 6 und iPhone 6 Plus: der Biegetest

Über Apples iPhone 6 und iPhone 6 Plus ist in den vergangenen Tagen viel geschrieben worden, vor allem viel Negatives: #Bendgate beziehungsweise #Bentgate war eine dieser Negativmeldungen. Damit ist die Hysterie um die angebliche Biegsamkeit des Apple-Modells iPhone 6 Plus gemeint. Apple widerspricht. Zuletzt probierten zwei Teenager in einem Apple-Store aus, das iPhone 6 mit den Händen zu krümmen und verbreiteten das Video im Internet.

Die amerikanische Partnerorganisation der Stiftung Warentest, Consumer Reports, hat einen eigenen Versuch gestartet. Im Biegetest habe das iPhone 6 Lasten von mehr als 30 Kilo ausgehalten. Das iPhone 6 Plus habe sich erst bei einer Last von mehr als 40 Kilo für immer verformt.

Die Stiftung Warentest kündigte an, bald zusätzlich eigene Prüfungen zu machen und sagte über ihre bisherigen Tests: "Unsere stan­dard­mäßigen Stabilitäts­tests haben beide Geräte jedenfalls weit­gehend wohl­behalten über­standen: Weder im Fall­test noch im Regentest gab es Probleme. Die Displays zeigen sich zudem erfreulich unempfindlich gegen Kratzer. Nur die Rück­seite aus Aluminium verkratzt ziemlich leicht."  

sah

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