Große Party im Netz

Konfetti und Luftballons: Was bedeutet das heutige Google Doodle?

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Luftballons, Partyhütchen und Konfetti: Bei Google wird heute gefeiert.

München - Wer heute einen Blick auf das Google Doodle wirft, sieht sofort: Die Suchmaschine hat etwas zu Feiern. Doch was? Wir werfen einen Blick hinter die Kulissen.

Update vom 17. November 2016: Er ist der wohl bekannteste Kobold Deutschlands: Pumuckl. Am Donnerstag wäre seine Erfinderin 96 Jahre alt geworden. Deswegen ehrt Google Ellis Kaut mit einem eigenen Doodle. In einem Artikel erklären wir Ihnen, was es mit dem Google Doodle mit Pumuckl und für Ellis Kaut auf sich hat.

Wer heute eine Frage an die größte Suchmaschine der Welt hat, wird freudig begrüßt: Das Google Doodle ist geschmückt mit Luftschlangen, Konfetti und Ballons, der Schriftzug hüpft mitsamt rosa Partyhütchen auf und ab. Der Weltkonzern Google feiert - und zwar die eigene Volljährigkeit. 

18 Jahre alt wird der Internetriese in diesem Jahr. Dass der Konzern den Sprung in das Erwachsenenleben erfolgreich gemeistert hat, kann man zu diesem Anlass wohl durchaus so sagen. Wer heute behauptet, Google regiere die (Internet-)Welt, lehnt sich mit Sicherheit nicht zu weit aus dem Fenster: Denn Google ist schon lange nicht mehr nur eine Suchmaschine - Google ist eine Community, eine riesige Werbeplattform, eine Weltmacht im Netz. 

Heutiges Google Doodle feiert: Das Unternehmen wird volljährig

Dabei fing alles ganz klein an: Seinen Ursprung fand der berühmte Internetkonzern in einer kalifornischen Garage, eingerichtet mit einem Trockner und einer Waschmaschine. Entstanden aus der Idee zweier Studenten, die damals eigentlich gar nicht daran dachten, ein Suchmaschinen-Imperium aufzubauen - sondern ihr Konzept am liebsten schnell und für gutes Geld verkaufen wollten. Das Ganze lief dann doch ein bisschen anders als geplant und die beiden entwickelten die größte Suchmaschine der Welt. Google wurde zum Riesenerfolg in der Branche - doch reich machte die Erfindung seine zwei Gründer Larry Page und Sergey Brin erstmal nicht. Google stand kurz vor dem finanziellen Aus, eine schöne Erfindung ohne kommerziellen Mehrwert.

Erst um die Jahrhundertwende fing Google dann das Geldverdienen an. Google Adsense brachte mit suchwortbasierten Werbeanzeigen die ersten Verdienste für die Suchmaschine ein und schufen damit ein eigenes finanzielles Standbein. Im April ging Google an die Börse, das Unternehmen wuchs weiter. Das Jahr 2005 wurde dann zur großen Google-Revolution: Die heute wichtigsten Anwendungen wie Google Maps, Google Earth, die Foto- und Video-Suche von Google sowie Google Analytics wurden geboren. 2006 kam YouTube hinzu, 2007 wurde Android angekündigt, 2008 folgte der Browser Chrome. Google ist heute ein Imperium, seinen studentisch-familiären Touch aus den Gründungsjahren hat es mittlerweile verloren - das dazugehörige Vertrauen auch. Das Firmenmotto "Don't be evil" hat für viele heutzutage einen ziemlich sauren Beigeschmack. Heutzutage lassen sich mit Google sogar Reisen buchen. Mehr über die Geschichte von Google finden Sie in diesem ausführlichen Bericht bei Spiegel Online.

Trotz feierlichem Google Doodle: Hat Google wirklich heute Geburtstag?

So richtig auf einen Geburtstag festlegen will sich Google dann aber wohl doch nicht. Über die Jahre hinweg feierte es zu den unterschiedlichsten Zeiten seinen Ehrentag: Am 7. September, am 26. September oder aber auch am 8. September veranstaltete Google bereits seine Internet-Party. Und wenn man in der Suchmaschine selbst "Google Geburtstag" eingibt, erscheint als Antwort der 4. September 1998. Zumindest bei seinem Alter scheint Google dann wohl nicht zu schummeln. In den letzten Jahren pendelte sich der Konzern langsam aber sicher doch auf den 27. September ein, das erklärt auch das heutige Google Doodle. 

Nach der Volljährigkeit: Wie sieht Googles Zukunft aus?

Google ist noch lange nicht am Ende seiner Innovationskraft angelangt. Im Hinblick auf seine Entwicklung sind kindliche Naivität und pubertärer Leichtsinn wohl überwunden, das Konzept zum Geldverdienen schon lange vor der Volljährigkeit verinnerlicht. Wir dürfen uns also auch in den kommenden Jahren darauf einstellen, dass Google-Innovationen weiterhin unser Leben beeinflussen, in manchen Fällen mit Sicherheit auch grundlegend verändern werden. In den Google Labs tüfteln einige der schlausten Köpfe der Welt vor sich hin: Die Rede ist beispielsweise von einem "Internet der Dinge", der Automatisierung von unserem Eigenheim. Kühlschrank, Kaffeemaschine, Fernseher - all diese Alltagsgegenstände sollen miteinander vernetzt werden. Genauso wird an führerlosen Fahrzeugen, Robotern oder sogar Aufzügen ins All geschraubt. Weitere geplante Erfindungen finden Sie in dieser Fotogalerie bei Computer Woche.

Lange müssen wir auf Innovationen bei Google nie warten - es scheint, als würden jeden Tag neue Anwendungen aufploppen. Erst vor wenigen Tagen veröffentlichte der Konzern ein Konkurrenzprodukt zu dem beliebten Messengerdienst "Whatsapp". Googles neue Anwendung "Allo" soll mit künstlicher Intelligenz punkten: Dem Nutzer sollen passende Antworten vorgeschlagen werden, das Chatten so noch schneller und einfacher für die User gemacht werden. Auf seiner Entwicklerkonferenz im Mai kündigte Google außerdem an, seinen hochentwickelten Sprachassistenten weiter auszubauen und in puncto virtueller Realität weiter Innovationen voranzubringen.

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