Dunkle Maske, weiße Weste: Neue Froschart in Peru entdeckt

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ADas undatierte Handout von EurekaAlert zeigt einen Freshbelly-Frosch. Foto: Dr. Vanessa Uscapi/EurekaAlert/dpa

Wissenschaftler haben in den peruanischen Anden eine neue Froschart entdeckt. Sie lebt in einem kleinen Gebiet, gut versteckt zwischen totem Laub. Bedroht ist der winzige Hüpfer vermutlich trotzdem.

Cusco (dpa) - Oben gut getarnt, unten markant gezeichnet: Forscher haben in den peruanischen Anden eine neue Froschart entdeckt.

Der kleine Hüpfer hat einen braunen Rücken, eine dunkelbraune Maske im Gesicht und eine weiße Zeichnung auf Brust und Bauch. Nur eineinhalb bis zwei Zentimeter groß werden die Frösche, die vermutlich nur in einem kleinen Nebelwald-Gebiet bei Cusco in etwa 2300 Metern Höhe leben. Das berichtet ein Team um Alessandro Catenazzi von der Southern Illinois University in Carbondale im Fachblatt "ZooKeys".

Durch seine braune Rückenfarbe ist der Frosch gut getarnt - da er sich vor allem zwischen altem Laub bewegt, wo er auch seine Eier ablegt. Die Zoologen tauften die Art Noblella madreselva, übersetzt aus dem Spanischen "Mutter Dschungel". Der Name soll auf die Arbeit lokaler Umweltinitiativen hinweisen, die die Ökosysteme der Region schützen wollen.

Die Wissenschaftler fürchten, dass der kleine Hüpfer bedroht sein könnte: durch Abholzung, Krankheiten oder Landwirtschaft. Denn der tagaktive Frosch tummelt sich an manchen Stellen zahlreich, bewohnt aber nach Einschätzung seiner Entdecker eben nur ein kleines Gebiet. Unweit dieser Region lebt auch die kleinste bekannte Froschart der Anden: Noblella pygmea.

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