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Call of Duty: Black Ops 3: Der Shooter-Kracher im Test

Berlin - „Call of Duty: Black Ops 3“ ist ab sofort für Konsolen und den PC im Handel erhältlich. Hier geht es zum Test.

Muss es schon wieder die Zukunft sein? Wer hätte das gedacht: Nicht wenige CoD-Fans wünschen sich im Netz ein Shooter-Szenario in der Vergangenheit. Und das, nachdem die Reihe über Jahre hinweg ausschließlich im Zweiten Weltkrieg spielte. Aber nach den letzten Spielen schien so mancher Fan der futuristischen Waffen und Gadgets irgendwie überdrüssig. Und entwickelte eine Sehnsucht nach der AK 47 und dem M1-Karabiner. Trotz dieser lautgewordenen Wünsche schickt uns Entwickler Treyarch zurück in die Zukunft. Und man darf es verraten: Es schadet dem neuen "Call of Duty" kein bisschen. Nein, man darf ruhig behaupten: "Black Ops 3" ist das beste CoD der vergangenen Jahre.

Call of Duty: Black Ops 3 - Die Kampagne im Test

Die Kampagne spielt sogar noch einmal 40 Jahre nach den Ereignissen von "Black Ops 2" und den Drohnenangriffen von Oberschurke Raúl Menendez. Als Reaktion haben viele Länder das Abwehrsystem D.E.A.D eingeführt, das Luftangriffe neutralisiert. Was den Boden-Einheiten auf dem Schlachtfeld im Jahr 2065 umso mehr Bedeutung zukommen lässt. Die Black-Ops-Einheiten sind mittlerweile mit einem "Direct Neural Interface" ausgerüstet. Das ist eine Art Chip im Gehirn, mit dem sie über ihre Gedanken Maschinen und Waffensysteme steuern können. Allerdings führt dieses Rumgepfusche im Gehirn der Soldaten mitunter zu unerwünschten Folgen. Ohne zu viel zu verraten: An einigen Stellen im Spiel lassen sich Realität und künstliche Bilder nicht mehr so ganz auseinanderhalten. Zu den Chips im Kopf kommen noch andere technische Finessen wie Prothesen, die die Körperkräfte immens verstärken. Vier Spieler können gleichzeitig eine Kampagne spielen, sogar im Koop-Modus. Die Levels sind weitaus größer als bislang gewohnt und laufen auch nicht mehr nach dem starren Muster ab, das einem den Weg vorgibt, wie die Achterbahn im Vergnügungspark. Die Kampagne bekommt so mit einen hohen Wiederspiel-Anreiz. Zwischen den Levels gibt es eine Basis, in der man den Charakter mit neuen Waffen und Gadgets ausrüsten kann. Auch ein In-Game-Wiki ist geboten, über das man tiefer in die Hintergrundgeschichte von "Black Ops 3" einsteigen kann. Und: Im neuen "Call of Duty" kann man sogar sein Geschlecht frei wählen. Auch in der Kampagne von "Black Ops 3" kann man - wie im Multiplayer-Modus - durch das Erfüllen von bestimmten Zielen in den Levels Experience Points sammeln. Mit dieser Währung schaltet man Waffen, Gadgets, Fähigkeiten und Upgrades frei.

Besonders gelungen: Der Zombie-Modus von "Black Ops 3" mit dem Titel "Shadows of Evil", der diesmal in einem coolen Film-Noir-Setting spielt. Vier verkrachte Existenzen, die allesamt Blut an den Händen haben, werden von einer übersinnlichen Macht in eine Zombie-Apokalypse geworfen: Eine Burlesque-Tänzerin, ein Profi-Boxer, ein Privatdetektiv und ein Zauberer (im englischen Original von Jeff Goldblum gesprochen, auf Deutsch von dessen Synchronstimme). Sie stehen den Zombie-Wellen gegenüber. Wobei diesmal auch andere Viecher wie Geistervögel angreifen. Spaßig: Man ist diesmal nicht mehr nur aufs Ballern beschränkt, sondern man kann sich auch kurzzeitig in ein übermächtiges Monster verwandeln und die Zombies mit dessen Tentakel erledigen.

Call of Duty: Black Ops 3 - Der Multiplayer-Modus im Test

Vor allem der Multiplayer-Modus spielt sich dadurch spürbar anders als die Vorgänger. Zunächst hält Treyarch am bekannten Pick-10-System fest. Die Entwickler haben beim Gameplay allerdings einen größeren Fokus auf das Bewegungsrepertoire dder Charaktere gelegt. Soldaten können in Call of Duty: Black Ops 3 unbegrenzt lange sprinten und gleichzeitig auch noch ihre Waffe abfeuern. Neues und cooles Feature: Der Wandlauf, der das Abspringen von einer Wand zur nächsten ermöglicht. Schwimmen und Tauchen sin in Black Ops 3 ebenfalls möglich.

Den Charakter für den Multiplayer-Modus wählt man aus verschiedenen bereits vorgegebenen Figuren aus. Die Helden unterscheiden sich hinsichtlich Spezialbewaffnung und ihrer Fähigkeiten, darunter mächtige Bodenattacken. Größter Beliebtheit erfreut sich etwa die Outriderin, die ihren Gegnern unter anderem mit einem Kompositbogen zusetzt, der explosive Pfeile verschießt.

Zusätzlich bietet der neue Waffenschmied den Fans die Möglichkeit, Waffen zu erstellen, die ihren jeweils eigenen Spielstil unterstützen, und auf PlayStation 4, Xbox One und PC hält die Waffenlackiererei die nötigen Werkzeuge bereit, mit denen Spieler dank eigener Lackierungen ihre einzigartige Identität ausdrücken können. Mit der Waffenlackiererei wird der bei Fans beliebte Emblem-Editor von Treyarch auf eine neue Stufe mit der Möglichkeit gehoben, drei Seiten jeder Waffe mit 64 Emblem-Ebenen pro Seite zu verzieren. Den Spielern standen nie mehr Werkzeuge für Personalisierungen zur Verfügung, um ihre Kreativität mit eigenen Tarnungen und Aufsätzen für jede Waffe zum Ausdruck zu bringen.

Call of Duty: Black Ops 3: Das Fazit

Für Fans der Reihe ist "Call of Duty: Black Ops 3" wieder ein Hit. Auch wenn die Story der Kampagne zuweilen etwas schwer verdaulich wirkt. Die Sci-Fi-Atmosphäre ist gelungen. Die neuen Interaktionsmöglichkeiten mit der Technik - wie das Ausschalten von Drohnen per Energieschub - machen wirklich Spaß. Und der Multiplayer ist absolut gelungen. Ein klasse Spiel! 

„Call of Duty: Black Ops 3“ ist ab 18 Jahren freigegeben und für rund 60 Euro auf Playstation 4, Xbox One und dem PC erhältlich. Die ebenfalls erhältliche Version für Xbox 360 und Playstation 3 ist etwa 10 Euro günstiger, dafür müssen Spieler allerdings auf die Story verzichten.

dpa

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