Mazda 3 und Mazda CX-3

Platz da, hier kommt Mazda!

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Der Mazda 3: flache raubtierartige Silhouette und langgezogene Motorhaube. Den Sprint von null auf 100 km/h schafft der Mazda 3 in 8,2 Sekunden.

Seit Mazda mit seinem attraktiven Design „Kodo – Soul of Motion“ und seiner sparsamen Skyactive-Technologie auftritt, fahren die Japaner auch bei uns auf Erfolgskurs.

Sie sind nach Nissan und vor Toyota die zweitgrößten japanischen Importeure in Deutschland, Wobei sie im ersten Halbjahr 2016 mit satten 17,2 Prozent das größte Wachstum hingelegt haben. Der Mix aus attraktivem Aussehen, kraftvollen Motoren, moderner Technologie und gutem Preis lässt viele Käufer auch mehr als einen Blick ins Mazda-Portfolio riskieren. Ob es sich lohnt? Wir haben vier Vertreter der japanischen Marke im Alltag getestet:

Mazda 3 - Der Sportler 

Im Haifischbecken der Kompakten mitzumischen ist eine Herausforderung. Hier ist der Golf daheim, die Konkurrenz riesig und wer ein Stück vom Kuchen abbekommen will, muss schon was bieten. Der Mazda 3 ist hier munter dabei – völlig zu Recht, wie ein Test ergab. Unser Exemplar ist mit 165-PS-Benziner und in der Sports Line unterwegs. 

Schnell stellt sich heraus: Hier steht nicht nur Sport drauf, es steckt auch Agilität und Kraft dahinter. Optisch macht der Japaner das mit der hauseigenen Kodo-Designsprache klar: flache raubtierartige Silhouette, langgezogene Motorhaube und in unserem Fall 18-Zoll-Leichtmetallfelgen. So dynamisch gestylt pflügt der Mazda 3 über die Autobahn. Zügig ist die 200-km/h-Marke erreicht (bei 210 ist Schluss) – ohne das es wackelt, brummt oder die Lenkung schwammig wird. Ganz stabil und souverän lassen sich so Kilometer um Kilometer wegbügeln. 

Mazda 3 Cockpit.

Selbst nach einem 500-Kilometer-Ritt zwickt nix in Schulter oder Rücken. Dafür sorgt auch der elektrisch verstellbare Fahrersitz mit einstellbarer Lendenwirbelstütze. Die anderen Sitze präsentieren sich ebenfalls straff und bequem. Auch auf der Landstraße gib’s nix zu meckern. Das manuelle Sechsganggetriebe kommt zackig in die Gänge, die Lenkunterstützung hilft in schnellen Kurven, die sich dadurch sauber und präzise nehmen lassen. Dazu liefert unser Mazda ein Rundum-sorglos-Paket voller nützlicher Assistenzsysteme plus Schmankerl wie ein Head-up-Display, das fahrrelevante Daten direkt vor dem Fahrer abbildet. 

Insgesamt sind in dem sportlichen Asiaten so manche Highlights zu entdecken, die man sonst nur in Premiumautos findet. 

Und das Ganze zu einem guten Preis: Die Basisversion beginnt bei 25 000 Euro. Unser Testwagen mit 165 PS und in der Ausstattungslinie Sports-Line kostet 30 580 Euro. Der Testverbrauch lag bei durchschnittlichen 7,0 Litern, Werksangabe kombiniert: 5,8 Liter.

Der Ästhet - Mazda CX-3

Mazda CX 3: Unser Testmodell mit 150 PS in Exclusive Line erreichte den Preis von 26 230. Euro

Seit Juni letzten Jahres fährt der ansehnliche CX-3 im Segment der kleinen SUVs mit. Vorzugsweise in Rubinrot-Metallic, eine Farbe, die jeder dritte Käufer in Deutschland für seinen neuen Mazda wählt. Ungewöhnlich, da gerade großflächige Fahrzeuge lieber in altbewährtem Schwarz, Weiß oder Silber geordert werden und für die Sonderlackierung immerhin 750 Euro aufgerufen werden. Auch unser Testmodell ist in diesem Farbton gehalten, es verfügt zudem über ein Skyactive-G-Herz mit 150 PS und Allrad in der gehobenen Ausstattungslinie ExclusiveLine. Unsere Eindrücke:

Dass der Mazda CX-3 mit seinen kompakt-sportlichen Maßen und seinen coupéartigen Kurven überzeugt, belegen die Zahlen – 14 314 verkaufte Fahrzeuge von Marktstart bis Juni 2016 in Deutschland können sich sehen lassen. Der Japaner basiert technisch auf dem Mazda 2. 

Schön sportlich wirkt sein nach hinten abfallendes Dach, das selbst für größere Passagiere hinten akzeptable Kopffreiheit zulässt. Vorn ist das gar kein Thema, dort staunt man über das feine Ambiente: moderne Formen und Materialien und dazu eine Übersicht im Cockpit, die nicht selbstverständlich ist. 

Apropos Übersicht: Bei der Sicht nach hinten fordert das Coupé-Design Tribut – breite C-Säulen und eine bescheiden große Rückscheibe schränken deutlich ein. Totwinkelwarner sowie Einparkhilfe empfehlen sich als nützliche Helfer.

Freude kommt beim Fahren auf: Unsere 150 PS treiben den 1310 Kilo leichten Kompakt-SUV souverän und munter nach vorn. Die Sechsgang-Automatik arbeitet zuverlässig und bequem. Mit 8,7 Sekunden von null auf 100 km/h taugt der CX-3 zwar nicht zum Sprintstar, aber leichtes „an der Ampel abhängen“ ist auch nicht drin. In Kurven empfehlen sich entspannte Geschwindigkeiten, die Wankneigung macht sich bemerkbar. Kurzum: Der CX-3 ist eher Asphaltästhet als Sportler.

Noch ein Wort zum Verbrauch: Die Normverbräuche von 8,1 Liter innerorts, 5,5 Liter außerorts und 6,4 Liter kombiniert sind relativ realitätsnah. Wir lagen zwischen ein und zwei Litern darüber – akzeptabel.

Erfreulich ist das Angebot von Assistenten, die den CX-3 und seinen Fahrer lässig unterstützen. City-Notbremsassistent, Spurhalteassistent, Stabilitätskontrolle und Traktionskontrolle, LED-Scheinwerfer mit automatischer Leuchtweitenregulierung sind bei unserem Modell inklusive. Dem gesteigerten Bedürfnis nach Konnektivität wird mit Freisprecheinrichtung inklusive Sprachsteuerung und einem 7-Zoll-Farbdisplay Rechnung getragen.

Der Preis beginnt bei 17.990 Euro für den 120-PS-Benziner und die Grundausstattung.

Lesen Sie hier den Mazda2-Test und den Fahrbericht vom Roadster Mazda MX-5.

Der neue Mazda CX-3

 

K. Basaran

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