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21.12.2009 11:10
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Verführerin trifft kalte Schnauze

Von Melissa Wienzek

Femme Fatale contra schwarzen Humor, Jazz gegen intelligenten Nonsens, Traumobjekt versus Realist: Am Samstag, 22. August, prallen um 19 Uhr im Theater zwei Welten aufeinander - Ausnahmesängerin Helen Schneider trifft bei der ST-Abonnenten-Gala auf Kabarettist Florian Schröder - Überraschungsmomente sind garantiert!

Helen Schneider, gebürtige Amerikanerin und eine der markantesten Stimmen unserer Zeit, ist eigentlich klassische Pianistin. Doch bereits im Jugendalter verfiel sie einer anderen Musikrichtung: „Als ich 15 oder 16 war, fing ich an, mit dem Blues herumzuprobieren. Und spielte neben klassischen Etüden immer wieder Jazzstandards - um mich zu entspannen“, erzählt die heute 56-Jährige.

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KARTEN

 Eintrittskarten gibt es nur im Tageblatt-Haus an der Mummstraße.

KATEGORIEN Kategorie 1 ist bereits ausverkauft, für Kategorie 2 und 3 gibt es nur noch wenige Karten. Kategorie 2: mit ST-Karte 14 Euro, ohne 28 Euro, Kategorie 3: mit ST-Karte 9,50 Euro, ohne 19 Euro.

RABATT Beim Kauf mit ST-Karte erhalten Sie 50 Prozent Rabatt! Pro ST-Karte können max. vier Karten gekauft werden.

SERIE Im nächsten Teil der Abonnenten-Gala-Serie stellen wir Katrin Müller-Hohenstein vor.

Das Stimmwunder durchlebte im Laufe ihres Lebens einen Wandel: von der Rockröhre über Musicaldarstellerin bis hin zur kolossalen Jazzinterpretin. „Ich liebe Jazz, es ist meine ,Energie-Musik‘. Für mich sind die Songs von Miles, Evans und Reinhardt Geschichten. Und was darin erzählt wird, das zählt“, sagt die Preisträgerin eines Diva-Awards. Mit ihrer ausdrucksvollen Stimme begeisterte sie nicht nur die Phono-Akademie, die ihr 1982 die Auszeichnung „Sängerin des Jahres“ übergab: „Nach einer Show in New York kam ein verrückt aussehender Mann auf Rollschuhen zu mir und fragte, ob ich mit ihm auf Tour gehen wolle. Das war Udo Lindenberg.“

Das neue Album der Sängerin mit Gänsehaut-Garantie, „Dream A Little Dream“, verführt den Zuhörer zu einer nächtlich-amourösen Songreise. Das „Flüsteralbum“, wie sie selbst sagt, ist „eine tiefere Facette meiner Biografie“, so Schneider.

Anders, schräg, lustig: Schröder verulkt seine Generation

Kabarettist Florian Schröder, der zwei eigene Fernsehsendungen hat, legt seinen Finger in die Wunden der Gesellschaft. Hemmungslos nimmt er seine eigene Generation aufs Korn und parodiert Politiker unserer Zeit.

Schröder hat zuerst beim Radio moderiert. „Nebenher Abitur gemacht, studiert und keinen Führerschein gemacht. Bevor die Frage kommt: ja, ich bin in therapeutischer Behandlung deshalb. Ja, wir haben das im Griff. Nein, es wird sich so schnell nicht ändern“, witzelt er. Danach war der Entertainer drei Jahre mit der „Heinz!“-Gruppe unterwegs, einer Hommage an Heinz Erhardt. „Bei denen durfte ich mitmachen, weil die für ihre Tour noch einen Beifahrer brauchten, der auch Landkarten lesen kann“, sagt der Träger verschiedener Kleinkunstpreise. Derzeit ist er mit seinem Programm „Du willst es doch auch!“ auf Deutschlandtour. Eine Kostprobe davon gibt es sicher schon am 22. August.