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Klingenspezialist MOZART AG beweist seine Kreativität
Neuartiges Abstoßmesser begeistert Bodenverleger
| Auf Bitten der Branche gelang ein technischer Geniestreich.
Er fand seit August schon über 10.000 Käufer. |
 | Abstoßen“ nennen Fußbodenleger den Vorgang, wenn sie die überstehenden Kunststoff-Schweißnähte zwischen den am Boden verklebten Platten bündig abschneiden müssen. Bislang diente dazu ein „Viertelmondmesser“.
Seine Handhabung war umständlich und verursachte leicht Kratzer auf dem Boden. Auch Verletzungen des Anwenders waren möglich.
Für Abhilfe hat auf Drängen der ganzen Branche jetzt die Solinger MOZART AG gesorgt: der Klingenspezialist für Handwerk und Industrie. Technik-Vorstand Dr. Christoph Wahl gelang ein kleiner technischer Geniestreich –
das von ihm entwickelte „Abstoßmessser Nr. 1600.00“.
Mit ihm wird der Schweißdraht in zwei Stufen „abgestoßen“. Mit einer Distanzgabel unter der Klinge, die einen konkaven Anschliff hat, erfolgt der Vorschnitt. Bei ihm bleibt eine geringe Restnaht stehen.
Diese kann im zweiten Schnitt bündig zum Belag geschnitten werden, wenn die Distanzgabel um 90 Grad zur Seite geschwenkt worden ist. Für Furore hatte im Januar auf der Domotex bereits der voll funktionierende Prototyp der Neuheit gesorgt. „Uns wurden 300 Euro für ihn geboten“, erinnert sich Einkaufsleiter Rudolf Simon. |
Es dauerte – unter anderem wegen des Baus der Werkzeuge für die Einzelteile – noch sieben Monate, bis die Neuheit endlich geliefert werden konnte. „Über 10.000 Stück haben wir seit August verkauft, und die Nachfrage ist ungebrochen“, freut sich Verkaufsleiter Christian Klein. Für die MOZART AG, eine Familienfirma mit 110 Mitarbeitern, ist Bandstahl vom Coil der Rohstoff.
Aus ihm entstehen jährlich viele Millionen Spezialklingen in einigen hundert verschiedenen Formen.
Benutzt werden sie von Handwerkern wie Bodenlegern, Malern oder Dachdeckern. Auch in der Textil-, Kunststoff- und Verpackungsindustrie sind MOZART-Klingen gang und gäbe. | | |  |
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