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21.07.2009 15:14
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Hermann Friedrich Gräbe
Hermann Friedrich Gräbe wurde am 19. Juni in Gräfrath geboren. Er starb am 17. April 1986 in San Francisco. Ab 1941 arbeitete der gelernte Ingenieur als regionaler Manager einer Solinger Baufirma in der deutsch besetzten Ukrainne. In Dubno wurde er Zeuge des Massakers an der jüdischen Bevölkerung. Dem überzeugten Nazi-Kritiker gelang es, Tausende von Juden mit gefälschten Papieren zu versorgen und offiziell auf Baustellen zu beschäftigen. Gräbe schaffte es, Aufzeichnungen über die Mordtaten in den Westen zu retten. Er war Zeuge während des Nürnberger Prozesses im Jahr 1946. Das hatte bittere Folgen: Keiner wollte mehr einen „Nestbeschmutzer“ beschäftigen. 1948 wanderte er nach Kalifornien aus. 1953 nahm er die amerikanische Staatsbürgerschaft an. 1965 wurde dem „Solinger Schindler“ die große Ehre zu teil, als einer der „Gerechten unter den Völkern“ in der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem aufgeführt zu werden.
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