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Emil Kronenberg
Emil Kronenberg wurde 1864 als Sohn eines Arztes in Leichlingen geboren. Nach Studium und Promotion ließ er sich 1894 als HNO-Facharzt in Solingen nieder. 1899 rief Kronenberg mit mehreren Kollegen das Bethesda-Krankenhaus ins Leben. Noch vor Ausbruch des Ersten Weltkriegs initiierte der Kulturfreund die erste Solinger Volkshochschule. Nachdem er als Arzt den Ersten Weltkrieg begleitet hatte, wurde Kronenberg Vorsitzender der Deutschen Demokratischen Partei in Solingen. 1926 wurde auf seine Initiative hin die Stadtbücherei eröffnet. Nach der Machtübernahme Hitlers 1933 ging es für den Juden Kronenberg bergab: Er verlor seine öffentlichen Ämter und seine Arztpraxis und wurde 1944 ins Konzentrationslager Theresienstadt deportiert. Doch Kronenberg überlebte das KZ. Nach dem Krieg half er, das politische und gesellschaftliche Leben in Solingen wiederaufzubauen.
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