TISCHTENNIS 180 Teilnehmer nutzen Solinger Klingencup als Saisonvorbereitung.
Die Sommerpause der Tischtennisspieler ist jedes Jahr sehr lang - rund drei bis vier Monate pausieren die aktiven Vereinsspieler im Durchschnitt nach Saisonende. Um so dankbarer sind sie dann, wenn sie in Vorbereitungsturnieren kurz vor Ende der spielfreien Zeit mal wieder unter Wettkampfbedingungen zum Schläger greifen können. Der TTC Wald bietet regelmäßig ein solches Turnier an, das ebenfalls gerne angenommen wird. In diesem Jahr suchten 180 Spieler die Sieger des Solinger Klingencups, der wiederum als 2er-Mannschaftsturnier ausgetragen wurde.
Großes Lob für den Veranstalter
Michael Keil kann das Geschehen in der Sporthalle Wittkulle nicht nur als Aktiver des TTC BW Grevenbroich beurteilen, sondern auch als Geschäftsführer des Westdeutschen Tischtennisverbandes (WTTV). Und er findet lobende Worte für die Walder Organisatoren: „Man merkt, dass hier eine eingespielte Mannschaft am Werk ist.“ Der Wert eines solchen Turniers lasse sich vor allem an Kleinigkeiten ausmachen: „Hier stimmen zum Beispiel die Lichtverhältnisse. Und auch der Imbiss lässt keine Wünsche offen, auch das ist nicht unwichtig.“ Keil war noch aus einem anderen Grund bester Laune. Mit Partner Michael Baatz (DJK Neukirchen) erreichte der aktive Kreisligaspieler das Finale der Gruppe D. Das Endspiel ging allerdings dann gegen die Paarung Kemmesis/Fleddermann, zwei Spieler aus Dinslaken und Kevelaer, mit 0:3 Sätzen deutlich verloren.
Simone Hübing kehrte beim Klingencup praktisch zu ihrer jahrelangen sportlichen Heimatstätte zurück. Erst diesen Sommer wechselte die Solingerin von Wald zum Remscheider Turnverein. Auch sie kennt die Vorzüge der Wettkampfspiele eine Woche vor Saisonstart: „Mir gefällt vor allem der Modus als 2er Mannschaftsturnier. Da kann man auch seine Doppelqualitäten wieder einüben.“ In der Endabrechnung der einzigen Damenklasse belegten Hübing und Partnerin Yvonne Durst Rang vier, das Prestigeduell gegen die Lokalmatadoren und ehemaligen Mannschaftskameraden Gabriele Kern/Silke Schmidt gewannen die Neu-Remscheider in fünf Sätzen.
Freundschaftsspiel in der Klasse A
Etwas bedauerlich war wohl nur die geringe Teilnehmerzahl in der höchsten Klasse der Herren A, die bis zur Regionalliga offen war. „In Wuppertal gab es parallel die Deutschen Meisterschaften im Betriebssport. Das haben wir in der Klasse A gespürt“, schätzt Walds Vorsitzender Klaus Kamp. So trugen zwei Mannschaften lediglich ein Freundschaftsspiel aus.