VOLLEYBALL Volleys verlieren Auftaktspiel gegen Wuppertal. 500 Zuschauer sorgen für Super-Stimmung.
Von Philip Konrad
Es steht 11:22 im zweiten Satz aus Solinger Sicht, als der Gegner einen gut platzierten Ball Richtung Grundlinie schlägt. Der Ball scheint unerreichbar, doch Volley-Außenangreifer Marten Weßel bringt ihn im Liegen zurück ins Spiel und die Solinger holen sich den Punkt. Obwohl diese Situation keine Wende mehr brachte, spiegelt sie das Geschehen in vielerlei Hinsicht wider. Das fantastische Publikum sprang nach dieser Szene von den Sitzen auf, aufgepeitscht von Weßel, der die Hand zur Faust ballte. Bezeichnend war jedoch auch, dass die Titans aus Wuppertal sich davon nicht beirren ließen und den Satz souverän nach Hause schaukelten.
Dass das erste Heimspiel für die TSG Solingen Volleys in der 2. Bundesliga trotzdem zu einem vollen Erfolg wurde, lag vor allem an den Zuschauern. Ausgestattet mit Lärminstrumenten sorgten die 500 Fans das ein ums andere Mal für Gänsehaut-Atmosphäre und pushten die Spieler immer wieder nach vorne.
Wuppertal in allen Belangen überlegen
Die Solinger Spieler auf dem Feld hatten allerdings Mühe mit dem Gegner, der immer wieder Lücken in der Defensive fand und gleichzeitig auf einen starken Mittelblock um Daniel Thomsen und Toni Mester bauen konnte. Häufig trieben sie die TSG-Neuzugänge Oliver Staab und Stefan Windscheif zur Verzweiflung. Auch im Angriff hatten die „Titans“ mit dem Dänen Peter Lyck Hansen den überragenden Akteur auf ihrer Seite. So war es auch kein Wunder, dass die Wuppertaler im ersten Satz über 4:4 auf 12:6 davonzogen und diesen Vorsprung nicht mehr herschenkten. Zwar hielt Raphael Möllers die TSG lange im Spiel, den 25:17 Satzgewinn der Wuppertaler konnte jedoch auch er nicht verhindern. Nachdem sich im zweiten Satz, der mit 13:25 aus Solinger Sicht verloren ging, ein Debakel andeutete, rissen sich die Spieler des Gastgebers noch einmal zusammen und gestaltete den dritten Satz spannender. Als die Solinger auf 23:24 herankamen keimte sogar kurz Hoffnung auf, doch letztendlich war es Lyck Hansen vorbehalten, das Spiel mit einem krachenden Schmetterball zu beenden.