VOLLEYBALL TSG setzt sich zuerst mit 3:0 in Braunschweig durch, fängt sich dann ein 0:3 beim TSV Hildesheim.
Von Jürgen König
Durch eine 0:3-Niederlage beim TSV Hildesheim hat Volleyball-Nord-Zweitligist TSG den Anschluss an das in der Fremde siegreiche Führungsduo aus Lüneburg und Wuppertal etwas verloren. 210 Besucher freuten sich gestern nach 70-minütiger Spielzeit über den doppelten Punktgewinn und den gefestigten vierten Platz. Die Pflichtaufgabe des Niedersachsen-Wochenendes hatten die Volleys indes am Samstag in Braunschweig auf souveräne Weise gelöst. Nach 80 Minuten stand vor 150 Zuschauern der fünfte Auswärtssieg in Serie fest.
„Wenn wir zehn Sätze gespielt hätten, hätten wir auch den zehnten verloren.“
Helmut Weissenbach zum 0:3 in Hildesheim
Mit der gestrigen „Nullnummer“ ging eine imponierende Erfolgsserie zu Ende. Zuvor mussten die Solinger letztmalig am 10. Dezember in Lüneburg ihrem Gegner gratulieren, seitdem prasselten stolze 16:0 Zähler – davon 10:0 auswärts – auf das Konto. „Das ist kein Beinbruch, wir können sehr gut damit leben, zwei Punkte geholt zu haben“, meinte ein keineswegs frustrierter Helmut Weissenbach. Der TSG-Trainer erachtete die personelle Schwächung im eigenen Kader als ausschlaggebend, mit Dennis Hirschfeld war ein Akteur aus dem TSG-Unterbau als Absicherung mitgereist. „Hildesheim war in der Tiefe besser besetzt und auch aggressiver“, räumte Weissenbach ein, der nach dem „Schongang von Braunschweig“ mehr erwartet hatte. Die Volleys erwischten im Aufbau jedoch nicht ihren besten Tag und bissen sich vornehmlich im ersten Durchgang (16:25) die Zähne am gegnerischen Block aus. Beidseitig hohes Niveau prägte den mittleren Satz (22:25), ehe die Schere danach wieder etwas auseinander ging. Und zwar zu Lasten der durchaus einige Male führenden Solinger, die dann in gleichem Maße nachließen wie die Hausherren einen Gang höher schalteten. Folglich hieß es 20:25, Helmut Weissenbach fasste später die Kräfteverhältnisse auf prägnante Weise zusammen: „Wenn wir zehn Sätze gespielt hätten, hätten wir auch den zehnten verloren.“
Im ersten Spiel auf die Zähne gebissen
Vor der Übernachtung im Sportpark Isernhagen hatte die TSG noch den Ausfall von Stefan Windscheif und Israel Villalpando kompensieren können, wenngleich es in Braunschweig nicht ohne kritische Momente über die Bühne ging. Insbesondere im Auftakt-Satz (28:26) bekamen die Gäste gerade noch rechtzeitig die Kurve. Die Volleys ließen sich von Rückschlägen nicht beirren, waren abgezockter sowie mit Vorteilen in Aufgabe und Annahme ausgestattet. „Es war ein angenehmer Start ins Wochenende, alle haben auf die Zähne gebissen“, lobte Coach Weissenbach insbesondere Oliver Staab – nach seiner längeren Verletzungspause bot dieser gute Ansätze über die Mitte. Gestern kam allerdings auch dort zu wenig.
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