BASEBALL Die Solingen Alligators gehen am Sonntag ab 13 Uhr hochkonzentriert in die Partie gegen die „Wilden Bauern“.
Von Karl-Josef Überall
Den Warnschuss hat man sogar in Solingen gehört. Als am vergangenen Spieltag die Solingen Alligators zwei Kantersiege in Berlin landeten, drohte Tabellenführer Paderborn Untouchables bei den Dohren Wild Farmers zu straucheln. Am Ende zog der Primus allerdings zweimal den Kopf noch aus der Schlinge, gewann seine Spiele mit 10:9 und 3:2.
Rekordergebnis in Berlin geholt
Zurück zum Warnschuss: Morgen sind die „Wilden Bauern“ zu Gast bei den Solingen Alligators. Und deshalb denkt trotz des 31:0-Rekordsieges im ersten Spiel bei den Berlin Sluggers keiner an einen sonntäglichen Spaziergang. Das hofft zumindest Alligators-Cheftrainer Norman Eberhardt. „Wir haben die Warnschüsse aus Dohren gehört und werden sie als Motivation nehmen“, sagt der Solinger Coach. „Es gibt keinen Grund, nachlässig oder leichtfertig mit dem Gegner umzugehen, eher das Gegenteil ist der Fall.“ Angesichts der knappen Resultate in der Liga will man sich auf die eigenen Leistungen und Qualitäten besinnen.
Atmosphäre in der Hauptstadt nicht toll
Trotz Rekordergebnis will Norman Eberhardt die Begegnung möglichst schnell abhaken. „Bundesliga-Feeling kam in Berlin kaum auf“, ärgerte sich der Solinger Trainer. Und machte es nicht nur an den sportlich hoffnungslos unterlegenen Gastgebern fest. Auch die ungepflegte Platzanlage oder der nicht vorhandene Stadionsprecher trugen dazu bei. Es zeige aber auch, so Eberhardt, dass man in Solingen aufgrund des großen Engagements der Mitglieder, Spieler und der Sportverwaltung sehr gute Bedingungen geschaffen hat. „Auch wenn es nicht perfekt ist“, so der Trainer. „Ich bin gespannt, ob sich das Fehlen einer Flutlichtanlage nicht zu einem Nachteil auswirkt.“ Und verweist auf die attraktiven Flutlicht-Events anderer Klubs. „Ich hoffe, dass der Traum vom Licht am Weyersberg irgendwann mal in Erfüllung geht.“