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29.02.2012 09:50
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Erst im Finale gestoppt

Von Martin Auer

Die letzte Aufgabe war zu schwer für die jungen Nachfolger des Deutschen Meisters vom September letzten Jahres. Die erfahrenen Paderborn Untouchables, auch im Sommer auf grünem Rasen stets der große Liga-Rivale, schlugen den Alligators im Finale des „Wintercups“ in der Sporthalle der August-Dicke-Schule ganz schön die Bälle um die Ohren. 6:23 hieß es am Ende aus Sicht des Solinger Teams, das derzeit von den Trainern Florian Götze und Max Michalk mit ganz jungen Talenten neu aufgebaut wird und sich auch über Silber riesig freute. „Die Paderborner waren klar das beste Team, außerdem hatten sie sowieso den Wanderpokal von ihrem Vorjahressieg zu Hause vergessen“, sagte Turnierleiter Peter Niemeyer.

Der Spaß steht
im Mittelpunkt

Überhaupt sollen Punkte und Runs nicht alles sein beim Solinger Turnier, für die Alligators steht der Spaß am Baseball in der Halle im Mittelpunkt. Für einen bierernsten sportlichen Vergleich waren die zwölf Teams aus Nordrhein-Westfalen und Süddeutschland auch viel zu unterschiedlich. Während die ältesten Teilnehmer bereits ihren 12. Geburtstag feiern konnten, waren andere Baseballer gerade mal dem Kindergarten entwachsen. Die Ratingen Goose Necks brachten eine reine Mädchen-Mannschaft mit, die Witten Kakerlakers mussten ihr Team stes mit ein paar Gastspielern auffüllen, und die aus Baden-Württemberg angereisten Schriesheim Raubritter wollten in erster Linie mal andere Gegner sehen als den einzigen Liga-Konkurrenten.

Gespielt wurde in der ADS gleichzeitig auf drei abgetrennten Spielfeldern, so dass alle sechs Teams der zwei Vorrundengruppen jeweils gleichzeitig im Einsatz waren. Dem jeweiligen Schlagmann wird vom eigenen Trainer der Ball aus kurzer Distanz zugeworfen, ab da geht’s zu wie im „richtigen“ Baseball draußen. Die erste Vertretung der Alligators gewann ihre ersten vier Gruppenspiele, so dass auch das 13:27 im letzten Match nichts mehr am Gruppensieg ändern konnte. Der Wittener Trainer hatte sich die besten Spieler aus Paderborn und Werl ausgeliehen.

Dass der „Wintercup“ eine Erfolgsstory bleibt, da ist sich Peter Niemeyer sicher. Für den 16. Februar 2013 haben die Dreeich Vultures aus der Nähe von Frankfurt bereits dringend um einen Startplatz gebeten, den sie wohl auch bekommen.