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28.04.2012 10:02
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Englische Woche für Wulf & Co.

Von Martin Auer

Ob sie wirklich die „kleinste Baseball-Gemeinde Deutschlands“ sind? Jedenfalls sind die Dohren Wild Farmers aus dem 1100-Seelen-Flecken in der Lüneburger Heide alles andere als Baseball-Provinz. Seit zwei Jahren halten sich die „Wilden Bauern“ relativ locker in der 1. Bundesliga Nord. Und auch den großen Alligators, die heute ab 13 Uhr im Ballpark Kakenstorfer Weg zu Gast sind, haben sie bereits zwei von acht Spielen abgenommen. Für das Solinger Team um Leader und Nationalspieler Dominik Wulf beginnt mit der ersten weiten Auswärtsfahrt der Saison auch gleichzeitig die härteste Woche des Jahres. Denn nach Dohren geht es Schlag auf Schlag. Bereits am Feiertag am Dienstag sind die Dortmund Wanderers zu Gast am Weyersberg, bevor nächsten Samstag mit dem Gipfeltreffen in Paderborn das Ende der Hinrunde eingeläutet wird.

„Die vier Spiele gegen Dohren und Dortmund wollen wir alle gewinnen“, hat Alligators-Coach Norman Eberhardt eine optimale Ausgangsposition fürs Spitzenspiel im Visier. Die könnte sogar noch besser werden, wenn sich Bonn und Paderborn im Verfolger-Duell am Dienstag gegenseitig die Punkte abnehmen.

Viele Optionen
bei den Werfern

Wobei der Schlüssel zum eigenen Erfolg für Norman Eberhardt auf dem Wurfhügel liegt. Der 36-Jährige, der Dortmund für den etwas stärkeren Gegner als Dohren hält, muss sich entscheiden, in welchen Spielen er seine Top-Pitcher André Hughes und Shelby Robertson einsetzt. Nach einem kompletten Spiel auf dem Wurfhügel benötigt ein Pitcher mehrere Tage Pause, sonst drohen Verletzungen. „Wir haben viele Optionen, neben Robin Drache und Sebastian Bernards kann auch Travis Bass mal ein Spiel als Pitcher starten“, sagt Eberhardt, der die genaue Marschroute für die englische Woche im Austausch mit seinen Werfern festlegen will. Personelle Probleme kennt der neue Alligators-Trainer nach dem ersten Monat ohnehin nur vom Hörensagen. Im Moment muss er eher entscheiden, welcher Spieler mit guter Form mal draußen bleibt.