BASEBALL Alligators treffen am 1. Mai am Weyersberg auf die Dortmund Wanderers, den Tabellenvierten.
Von Martin Auer
Für Alligators-Trainer Norman Eberhardt fühlt sich der Weg zum Nord-Gipfel der Bundesliga am Samstag in Paderborn genau richtig an. Am Wochenende zwei Siege bei den am Tabellenende angesiedelten, aber zu Hause stets gefährlichen Dohren Wild Farmers. Heute ab 13 Uhr kommt mit dem Tabellenvierten Dortmund Wanderers einer der Playoff-Kandidaten zum Weyersberg, der die Solinger nochmal ein Stück mehr fordern wird. Vielleicht sogar erheblich mehr: Eine glatte 4:0-Bilanz gegen das Team aus dem Pott ist den Solingern in den vergangenen Jahren nie gelungen.
„Julian Steinberg lenkt unser Spiel, ohne ihn wären wir nicht da, wo wir jetzt stehen.“
Norman Eberhardt Baseballtrainer
Allerdings ist der Solinger Angstgegner im Wanderers-Team nicht mehr dabei. US-Spielertrainer Matt Kemp, gegen den sich die Alligators-Schlagleute immer sehr schwer taten, ist vor dieser Saison nach Mannheim gewechselt. Beim Nachfolger haben sich die Dortmunder erneut für einen Pitcher-Spielertrainer entschieden, diesmal allerdings einen deutschen. René Herlitzius ist zurückgekehrt, teilt sich mit Dennis Stechmann den Wurfhügel in Spiel eins. Und für das zweite Spiel gibt es mit Joey Parisi wieder einen Amerikaner. Dass die Wanderers in beiden Spielen gefährlich sind, haben sie bereits bewiesen. In einem Spiel eins wurde der Dritte Bonn geschlagen, am Samstag das zweite Spiel gegen Paderborn lediglich 6:8 verloren.
Welche Pitcher bei den Alligators zum Einsatz kommen, wird durch die Partien in Dohren bestimmt. André Hughes musste in fünf Innings nicht mal 100 Würfe machen, bis das erste Spiel entschieden war. Er kann gegen Dortmund starten und auch am Samstag in Paderborn. Bei Shelby Robertson sieht das nach dem engen zweiten Spiel in Dohren anders aus. „Nach 140 Pitches muss er aussetzen, um gegen Paderborn wieder fit zu sein“, sagt Norman Eberhardt, der sich für Spiel zwei etwas einfallen lassen will. Vielleicht kommt deshalb Short-stop Travis Bass zu seinem ersten Einsatz auf dem Wurfhügel.
Nach neun Siegen aus den ersten zehn Spielen sieht der Alligators-Coach eine sehr positive Zwischenbilanz und hat auch seinen „stillen Star“ ausgemacht. In den Statistiken glänzt Catcher Julian Steinberg nicht unbedingt. „Aber er lenkt unser Spiel, ohne ihn wären wir nicht da, wo wir jetzt stehen“, sagt Eberhardt über den 24-Jährigen. Erstmals in dieser Saison muss der Coach wohl einen angeschlagenen Spieler ersetzen. Robin Drache soll seine Leistenzerrung auskurieren, er ist in Paderborn wichtiger als gegen Dortmund.