BASEBALL 2:6 und 7:2 in den ersten Alligators-Testspielen in Bonn.
„Ich habe wohl schlecht artikuliert, was ich sehen will“, übte sich der neue Alligators-Coach Norman Eberhardt nach dem Testspielauftakt beim Bundesliga-Rivalen Bonn Capitals in Selbstkritik. Dass es nicht in erster Linie ums Gewinnen gehen sollte, hatten einige seiner Akteure wohl etwas „überinterpretiert“. Aber nach einer 2:6-Niederlage im ersten Spiel und deutlicherer Ansprache in der Pause legten die Alligators den Schalter um und gewann Spiel zwei mit 7:2 Runs.
Wobei Eberhardt in der Bonner Rheinaue allerdings auch erhebliche Personalprobleme hatte. Mit Julian Steinberg, Florian Götze, Patrick Kanthak und Jens Cornelsen fielen gleich vier Stammspieler krankheits- oder berufsbedingt aus. So kamen etliche Regionalliga-Spieler zum Einsatz, zum Beispiel Joe Weidemann als Steinberg-Ersatz auf der Catcher-Position.
Im ersten Spiel standen André Hughes und Sebastian Bernards auf dem Wurfhügel, wobei Bernards beim ersten Test sicherer wirkte als Nationalspieler Hughes. Im zweiten Duell warfen Robin Drache und Marco Basaran aus der zweiten Mannschaft die Solinger zum Sieg. Besonders gespannt waren die Alligators natürlich auf den ersten Auftritt von US-Spieler Brandon Roper-Hubbert. Defensiv zeigte er eine starke Leistung im Outfield, am Schlag gab es neben zwei guten Hits auch mehrere Strikeouts. „Da ist sicher noch Luft nach oben“, meinte Eberhardt, der sich viel vom neuen Mann verspricht. „Er ist sicher einer der athletischsten Spieler, die je für die Alligators aktiv waren.“
Heute wird mit Pitcher Shelby Robertson der zweite Amerikaner in Solingen erwartet. Er soll auch gleich in den nächsten Testspielen am Sonntag ab 13 Uhr beim Süd-Erstligisten Mainz Athletics werfen. Dort will der Alligators-Coach auch taktische Dinge umsetzen – das Gewinnen ist von Anfang an wichtig. ma