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03.09.2010 10:36
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Mehr als nur Tiefstapelei

Von Fabian Herzog

Ihr letztes Meisterschaftsspiel haben sie Anfang Juli bestritten. Klar, dass die Solingen Paladins dem morgigen Samstag entgegen fiebern. Denn dann wird es endlich wieder ernst für den Oberligisten, der um 14 Uhr bei den Cologne Falcons 2 antritt. Vom Papier her ist es eine klare Sache. Als sechsmal in sechs Partien siegreicher Spitzenreiter treffen die Solinger auf den Tabellenletzten, der erst zwei Punkte auf seinem Konto verbuchen konnte. Und zudem von den Paladins im Hinspiel mit einer 0:27-Packung nach Hause geschickt worden war.

Angeschlagene Boxer sind gefährlich

Doch Geschäftsführer Sven Theophil warnt: „Das ist ein gefährlicher Gegner, den wir nicht unterschätzen dürfen.“ Was wie die übliche Tiefstapelei klingt, ist eine durchaus angebrachte Warnung. Denn nicht nur, dass die Kölner mit dem Rücken zur Wand stehen und angeschlagene Boxer bekanntlich die gefährlichsten sind. Vor allem die personelle Veränderung der Falcons sprechen für einen deutlichen Qualitätszuwachs. Weil die Jugendsaison bereits beendet ist, konnte der Kader der beiden Seniorenteams mit Talenten aus dem Junioren-Bundesliga-Kader aufgefüllt werden. Auf solche Verstärkungen können die Solinger nicht setzen. Da die Steelers nur ein Kooperationsverein sind, dürfen deren A-Junioren erst in der kommenden Saison ins Geschehen einsteigen.

An der Verteilung der Favoritenrolle wird dies aber nur bedingt etwas ändern. Gelingt es den Paladins, mit der richtigen Einstellung ans Werk zu gehen, dürften sie dem Gegner auch diesmal wieder überlegen sein. Und dann könnte bei einem eigenen Sieg noch ein zusätzliches Erfolgserlebnis winken. Die ärgsten Verfolger der Solinger, die Aachen Vampires, treffen morgen auf die deutlich verstärkten Münster Mammuts und könnten dabei durchaus straucheln. Markus Jantke, Vorsitzender der Paladins, will sich damit aber nicht beschäftigen: „Wir konzentrieren uns einzig und allein auf unsere Aufgaben.“ fab