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23.02.2012 09:59
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Letzte Medaillen-Chance für Schach-Großmeister

Von Martin Auer

Die 3:5-Heimniederlage Anfang des Monats gegen den SV Wattenscheid hat dem Solinger Großmeister-Ensemble richtig weh getan. War man zuvor sogar noch im Titelrennen um die Deutsche Meisterschaft, haben die Asse von Teamchef Herbert Scheidt nun zwei Punkte Rückstand auf die Silber- und Bronzekandidaten Werder Bremen und SC Eppingen. Bei nur noch sechs Begegnungen bis zum Saisonende ist der direkte Vergleich am Sonntag mit Werder Bremen sicher die letzte Chance, doch noch mehr als den undankbaren vierten Platz der Vorsaison herauszuholen.

Gespielt wird die aktuelle Doppelrunde ab Samstag um 14 Uhr in Sichtweite des Rheinufers in der Aula der Gesamtschule Remagen. Für Scheidt & Co. vielleicht das letzte Gastspiel am Mittelrhein, denn Reisepartner SC Remagen findet sich nach einer total verkorksten Saison auf dem letzten Tabellenplatz – und hat am Wochenende natürlich die gleichen schweren Gegner wie die Solinger. „Gegen Emsdetten müssen wir am Samstag auch erstmal gewinnen“, sagt Teamchef Scheidt und hat dabei natürlich das 4:4 gegen die Münsterländer im Kopf, das letzte Saison den Unterschied zwischen Platz drei und vier ausmachte. Allerdings spielt Emsdetten mit seiner Mischung aus niederländischen und skandinavischen Profis aktuell eine nicht ganz so gute Rolle. Der in dieser Saison praktizierte, fast vollständige Verzicht auf die deutschen Akteure hat sich bislang nicht ausgezahlt.

Für Emsdetten spielt mit dem 17-jährigen Niederländer Anish Giri ein Spieler aus den Top-100 der Weltrangliste, Werder Bremen könnte in Bestbesetzung mit acht Spielern dieser Kategorie ans Brett gehen. „Sie treten in dieser Saison mit sehr unterschiedlichen Aufstellungen an, wir lassen uns überraschen“, sagt Scheidt. In den letzten zwei Jahren war sein Team allerdings gegen keine Mannschaft so chancenlos wie gegen die Bremer. Beide Male unterlag man mit 2,5:5,5 Punkten. Daran vermochte jeweils auch die SG-Bestbesetzung nichts zu ändern – eine solche wird auch am Wochenende „annähernd“, so Scheidt, am Brett sein.