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06.09.2010 10:54
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VfB: Aleksic schießt Eller ab

Von Timo Lemmer

Vor dem Heimspiel gegen Eller stand Landesliga-Aufsteiger VfB Solingen laut Trainer Karsten Ditscheid am Scheideweg. „Uns war klar: Gewinnen wir, haben wir einen klasse Saisonstart hingelegt. Ansonsten sind wir mitten im Abstiegskampf.“ Seiner Mannschaft hatte Ditscheid dies scheinbar erfolgreich vermittelt.

Towart Sven Niehus sofort hellwach

Zunächst aber zeigten die Gäste aus Düsseldorf, warum Ditscheid eindringlich vor deren Offensive gewarnt hatte. Außenverteidiger Dimitrios Bacopolous stand noch gar nicht richtig auf dem Platz, als er den Ball am eigenen Strafraum mit der Hand spielte. Bereits hellwach war hingegen sein Schlussmann Sven Niehus. Den gefährlichen Standard fischte der Keeper mit Mühe aus aus dem Winkel.

Doch statt Offensiv-Feuerwerk bot Eller in der Folge nur wenig Ansehnliches. Anders der VfB: Hohe Aggressivität in den Zweikämpfen und schnelle Aktionen auf dem Weg zum gegnerischen Tor kennzeichneten das VfB-Spiel. Besonders auffällig: Müslüm Vural. Der Stürmer verarbeitete etliche lange Bälle schnell, um dann seine aufrückenden Mitspieler zu bedienen. Beim 1:0 musste allerdings ein Vural-Freistoß herhalten, den Youngster Nikola Aleksic unbedrängt ins Tor spitzelte. „Da waren wir sofort hellwach“, freute sich Trainer Ditscheid.

Aleksic-Treffer beruhigt das Spiel

Unmittelbar im Gegenangriff bewies Niehus erneut, dass der VfB einen starken Torwart hinzugewonnen hat. Einen Richtung Winkel fliegenden Pressschlag entschärfte er stark. „Das Spiel hat mir wieder einmal bewiesen, dass wir zwei gute Torleute haben“, bilanzierte Ditscheid nach vier Spielen, die sich Niehus und Manuel Habljak teilten.

Auf dem Feld bewährte sich eine taktische Maßnahme Ditscheids: Aleksic spielte statt im linken im rechten Mittelfeld, konnte so immer wieder für Gefahr mit seinem linken Fuß sorgen. Exemplarisch das 2:0 nach einer Viertelstunde, als Vural den durchstartenden Aleksic bediente und dieser trocken einnetzte. Eller schien danach völlig konsterniert. Gefährlich wurde es vor dem VfB-Tor nur noch bei Abstimmungsproblemen in der Defensive.

Umso stärker dafür die Offensive. Rosario Tilaro machte mit dem 3:0 kurz nach dem Seitenwechsel endgültig alles klar. Aleksic krönte seine Leistung nach 80 Minuten mit seinem dritten Treffer. Eller hingegen kam nur noch zum Ehrentreffer.