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11.03.2010 09:47
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Ein beeindruckendes Team

Von Jürgen König

„Röltgen Marking Systems“ in Merscheid - an jenem Samstag dreht sich in den Räumen des Solinger Unternehmens alles um Radsport. Das „Röltgen-Cycling-Team“ wird in mehr als angemessenem Rahmen präsentiert, nach der Premiere in 2009 fiebert die komplette Crew der zweiten Saison entgegen. Eine Saison, in der die Ansprüche gewachsen sind und in der es einige Erfolge zu feiern geben soll.

„Der Zusammenhalt bei uns ist großartig.“

Philip Reuschel Radsportler in Diensten von „Röltgen“

RUND UM DAS RADSPORT-TEAM VON „RÖLTGEN“

FRAUEN In der Jedermann-Szene sicherlich die stärkste Vertretung, muss „Röltgen“ jetzt vier, fünf Lizenz-Mannschaften fürchten – auch im Kampf um Titel bei „Deutschen“ sowie auf Landesebene wird man vertreten sein.

 ZEITFAHREN Die Lizenz-Radsportlerinnen aus Solingen sind am 24. April in dieser Disziplin in Papenburg gefordert.

GRÜNDUNG Im November 2008 wurde die Idee von einem Solinger Straßen-Radsport-Team geboren, jetzt werden mit einer absolut harmonischen und ausgeglichenen Gruppe schon neue Maßstäbe gesetzt.

INTERNET Natürlich findet man vieles Wissenswerte auf der Homepage der rot-weißen Crew. Die Adresse: www.roeltgen-cycling-team.de

Dafür sollen unter anderem die zwölf Frauen sorgen, die - um vier Personen aufgestockt - im Gegensatz zum letzten Jahr ihre eigenen Lizenz-Rennen bestreiten. Auch bei Deutschen Meisterschaften wird „Röltgen“ und damit Solingen vertreten sein, am 20. März fällt in Papenburg der Startschuss zu hoffentlich erfolgreichen Monaten. „Wir haben eine gute Truppe beisammen“, weiß auch die erfahrene Britta Kegelberg (39), die als Allrounderin das Frauen-Team verstärkt. Auf sie wie auch auf die Solingerin Verena Weiser kommen neue Herausforderungen zu, die Möglichkeit einer Doping-Kontrolle macht den Stellenwert des weiblichen Radsports deutlich. Eine Kapitänin steht noch nicht fest. „Das werden wir je nach Strecke entscheiden“, sagt der Sportliche Leiter Manfred Markenbeck.

Viele Kilometer und ein Zelt

Rund lief es in der Vorbereitung nicht immer, allen voran der winterliche Januar machte ein Straßentraining zumeist unmöglich. Dass dennoch alle auf eine Trainingsleistung zwischen 10 000 und 15 000 Kilometer blicken können, verdeutlicht den Ehrgeiz. Aus ganz Deutschland kommen die Radsportler, die bei „Röltgen“ ideale Verhältnisse vorfinden. „Wir haben jetzt auch ein festes Zelt bei den Rennen, finanziell beteiligen sich aber die Fahrer nach wie vor an den Gesamtkosten“, erklärt Philipp Thiel, selbst auf zwei Rädern aktiv und außerdem für die Öffentlichkeitsarbeit des Rennstalls zuständig. Der Etat bewegt sich im fünfstelligen Bereich, vieles läuft dabei über Sach-Sponsoring.

Die guten Rahmenbedingungen wollen selbstverständlich auch die 18 Männer für Top-Auftritte nutzen. „Der Zusammenhalt bei uns ist großartig, wir haben das Potenzial, uns gut zu präsentieren“, sagt Philip Reuschel (29), der sich als Allrounder ohne Angst vor Bergen einstuft. Für ihn und seine Kollegen geht es Ostern los, und dann direkt mit Krachern. Da ist zum einen das „Heimrennen“ rund um Köln, aber auch die Flandern-Rundfahrt. Auch hierfür wurde und wird auf Mallorca trainiert - zwei Drittel des gesamten Teams, zum Teil mit Familien und in zwei Gruppen, streben nach der optimalen Fitness. Damit sich die außergewöhnliche Präsentation der „Röltgen-Truppe“ auch in guten Platzierungen widerspiegelt. Denn die Jedermann-Rennen bei den Männern hören sich relativ harmlos ab, die Spitze ist aber sehr stark. Trotzdem will man auch den gegnerischen Ex-Profis Paroli bieten. „Wir wollen uns etablieren, vorne mitfahren und vielleicht auch mal ganz oben auf dem Siegertreppchen stehen“, hofft Philipp Thiel auf einen reibungslosen Ablauf der Saison. Und darauf, dass es bald richtig losgeht.

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