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06.09.2010 10:56
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BHC: Kempa-Trick von Henkel verpufft

Von Jürgen König

Sie waren spielerisch überlegen, erzielten vornehmlich über Außen herrliche Tore, gingen ein hohes Tempo und lagen fast 55 Minuten lang immer in Front - doch dann schienen die Handballer aus Hüttenberg noch auf die Verliererstraße zu geraten. Jens Reinarz erzielte mit dem 28:27 die erste Führung seines Teams, kurz darauf sah es für seinen Bergischen HC noch besser aus: 29:28-Vorteil und Überzahl, die aber mit einem Gegentor desolat verlief.

BHC-Auszeit nach 0:4-Fehlstart

Dennoch: Vergessen war zu diesem Zeitpunkt der katastrophale 0:4-Fehlstart, der nach 3:51 Minuten eine Auszeit von HaDe Schmitz notwendig gemacht hatte. Vergessen waren die Unzulänglichkeiten vorne wie hinten im BHC-Spiel, die frei verworfenen Bälle und auch die drei in Hälfte zwei innerhalb von 13 Minuten vergebenen Siebenmeter von Reinarz, Christian Hoße und Alexander Oelze. Nicht zuletzt dank eines stark haltenden Mario Huhnstock sowie der treffsicheren Hoße und Hendrik Pekeler waren die „Löwen“ nun drauf und dran, doch beide Punkte im Bayer-Sportpark zu behalten. Aber dann passierte das, was sich zuvor wie ein roter Faden durch das Spiel der Hausherren gezogen hatte. Einen groben Fehler von Tim Henkel beantworteten die Gäste mit dem 29:29. Und dem nicht von Erfolg gekrönten Heber von Henning Quade ließ der TV Hüttenberg den 30. und entscheidenden Treffer folgen.

23 Sekunden vor Schluss nimmt BHC-Coach Schmitz seine zweite Auszeit. Der gut spielende Kreisläufer Hendrik Pekeler zieht sich das rote Leibchen über, Keeper Huhnstock wartet auf seine Auswechslung - doch die Hausherren verzichten auf den siebten Feldspieler, setzen statt dessen auf eine andere Risiko-Variante. Ein Kempa-Trick von Tim Henkel auf Kenneth Klev soll es bringen, doch der TVH riecht den Braten und unterbindet die Aktion, um Sekunden später lautstark den Auswärtssieg bejubeln zu können. „Hüttenberg hat in der Aktion daraufhin gearbeitet, aber Tim sollte auch auf eine sich bietende Lücke achten“, so Schmitz.

 Spielfilm: 0:4 (4.), 3:4 (10.), 6:6 (16.), 8:11 (21.), 12:12 (28.), 12:13 (Halbzeit), 17:20 (40.), 23:23 (46.), 28:27 (55.), 29:28 (57.), 29:30 (Endstand).