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30.01.2012 11:36
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Jetzt auch noch Klev verletzt

Von Martin Auer

Nach dem 27:28 am Freitagabend in Witten reichte es auch gestern Vormittag für den BHC nicht

INFO

NÄCHSTE TESTS Der BHC tritt am Donnerstag eine zweitägige Tour nach Ostwestfalen an. Beide Gegner sind Erstligisten: Am Donnerstag geht es um 19.30 Uhr in Nettelstedt gegen den Tus N-Lübecke, am Freitag (19 Uhr) in Versmold gegen den TBV Lemgo.

zu einem Erfolgserlebnis gegen den weißrussischen Champions-League-Teilnehmer Dinamo Minsk. Ohne Zuschauer in der sonst nur zum Training genutzten Sporthalle Heiligenstock gab es mit einer 26:28-Niederlage ein beinahe identisches Ergebnis. Während die „gefühlten“ zehn Grad in der Halle Pressesprecher Thorsten Hesse ironisch stimmten – „Wir wollten Minsk Bedingungen wie zu Hause geben“ –, zeigte sich „Löwen“-Coach HaDe Schmitz stocksauer. „Peinlich, was wir internationalen Gästen hier anbieten müssen“, stellte der 64-Jährige fest und legte angesichts des Vortags-Trainings bei gleicher Kälte nach: „Wir bereiten uns unter den schlechtesten Bedingungen der ganzen Liga vor.“

Nach acht Minuten
Spielende für Klev

Die niedrigen Temperaturen in der Halle hatten aber nichts damit zu tun, dass die länger ausfallenden, aber gestern zuschauenden Christian Hosse, Jens Reinarz und Henrik Knudsen, bald Zuwachs auf ihrer Bank bekamen. Kenneth Klev, der zu dem Zeitpunkt bereits einen Treffer erzielt hatte, verletzte sich in der 8. Minute bei seinem zweiten Wurfversuch am Knie. Die Bemühungen von Physiotherapeut Karsten Walonka, ihn wieder fit zu bekommen, blieben vergeblich.

Zunächst wurde Klev auf dem Parkett auch noch nicht vermisst. Der BHC hatte mit einer bombig stehenden Abwehr einen Blitzstart hingelegt. Nach fünf Minuten traf Hendrik Pekeler mit dem zweiten Gegenstoß zur 5:0-Führung, die einen keineswegs gut gelaunten Minsker Trainer zur Auszeit-Karte greifen ließ. Nach und nach fanden die körperlich starken Weißrussen in der Folge zu ihrem robusten Spiel, das dem BHC bereits zwei Tage zuvor Probleme bereitet hatte. Bis zum 15:11 (27.) hielten die Gastgeber trotzdem annähernd ihren Start-Vorsprung, dann ließ eine doppelte BHC-Unterzahl das Polster schmelzen. Mit der Pausensirene verhinderte Jan Stochl mit einem gehaltenen Gegenstoß den 14:15-Anschluss.

Stochl hatte dieses Mal im internen Torwart-Duell mit dem nach dem Wechsel im Kasten stehenden Mario Huhnstock die Nase vorn – allerdings auch die bessere Unterstützung durch die Abwehr. Beim BHC ging die Leistungskurve in den zweiten 30 Minuten deutlich nach unten. Vorne bildete Jan Behr neben dem sogar aus dem Rückraum treffenden Hendrik Pekeler die einzige Ausnahme. Behr erzielte im linken Rückraum fünf Treffer, darunter das 26:27 in der 58. Minute. Die Chance auf den Ausgleich vergab dann Fabian Böhm mit zu schnellem Abschluss, den Gegenzug nutzte Minsk mit dem 28:26 zur endgültigen Entscheidung.