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08.02.2010 10:01
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Im Gänsemarsch in die Halle

Von Karl-Josef Überall

Der Bergische HC lieferte dem klassenhöheren Erstligisten Tus Nettelstedt-Lübbecke im Pokal-Viertelfinale einen tollen Kampf, war rund vierzig Minuten zumindest ebenbürtig. Doch am Ende setzten sich die mit 13 Nationalspielern angetretenen Ostwestfalen mit 26:22 durch und qualifizierten sich für das „Final Four“ in Hamburg.

Parkplatz vor der Klingenhalle von den Schneemassen geräumt

Die Stadt hatte ganze Arbeit geleistet - am Samstag war der Parkplatz Weyersberg weitgehend vom Schnee geräumt. Dass in den Tagen zuvor der Platz noch unter einer weißen, festgefahrenen Schneedecke gelegen hat, davon zeugten zwei große Schneehügel. „Die Stadt hat gerade in der Endvorbereitung auf das Spiel einen klasse Job gemacht“, lobte BHC-Manager Stefan Adam nach der kurzfristigen Räumung des Parkplatzes.

Um kurz vor zwei war am Samstag die Parkfläche vor der Klingenhalle dann auch restlos gefüllt mit Autos. Wer keinen Platz mehr fand, suchte Alternativen in den Nebenstraßen. Auch wer wenig oder gar nichts mit Sport zu tun hat, sah, dass da am Samstag schon etwas Besonderes in der Klingenhalle stattfinden musste. Denn zu übersehen waren die beiden großen Übertragungswagen nicht - das Fernsehen war präsent.

Anpfiff 15 Uhr - viele Handballfans waren zwei Stunden vorher da. Wie Erika Rothstein - die frühere Landtagsabgeordnete hatte sich mit Ex-Oberbürgermeister Gerd Kaimer zum Spiel verabredet. „Er hat die Karten, deshalb komme ich noch nicht rein.“ Auch Kaimers Nachfolger Norbert Feith wollte sich den Pokalhit nicht entgehen lassen. „Können wir gewinnen?“, lotete er vor dem Spiel die Chancen aus.

Bereits am Freitag war der blaue Hallenboden verlegt worden - in rund zweieinhalb Stunden. Ebenso wurden schon die zusätzlichen Verpflegungsstände in der Halle eingerichtet. Trotzdem begann der Arbeitstag für Stefan Adam am Samstag bereits um 9 Uhr. „Es sind halt viele Kleinigkeiten, die rund um so ein Spiel erledigt werden müssen“, so der BHC-Manager.

Um 13.45 Uhr - 75 Minuten vor dem Anpfiff - war das Foyer der Klingenhalle schon sehr gut gefüllt. Drinnen wurden 1000 Rasseln verteilt. Der Lärmpegel stieg an. Erst recht, nachdem die beiden Busse aus Nettelstedt eingetroffen waren. Rund 200 Fans des Erstligisten sorgten vor und später in der Halle für ein wenig Fußballstadion-Atmosphäre.

Eine halbe Stunde vor Spielbeginn ging’s für die Zuschauer nur noch im Gänsemarsch vom Vorplatz auf die Zuschauertribünen, wo bereits vor dem Anpfiff eine tolle Stimmung herrschte. Dafür sorgten nicht zuletzt auch die Anhänger der Gäste - , mit rotblinkenden Teufelshörnern auf dem Kopf -, die ihre Mannschaft mit einer originellen „Fan-Choreografie“ begrüßten.