HANDBALL Eine Woche vor der Fortsetzung der Meisterschaft zieht BHC-Trainer HaDe Schmitz eine Bilanz.
Von Karl-Josef Überall
Eine Woche vor der Fortsetzung der Meisterschaftssaison in Handball-Bundesliga muss HaDe Schmitz nicht lange bei seinem Fazit überlegen. „Es war ein gutes Vorbereitungsprogramm“, setzt der Trainer des Bergischen HC als Überschrift. Seine Unterzeile schränkt allerdings schon ein: „Wer daran teilnehmen konnte, dem hat es sicher einiges gebracht.“ Das war das Manko für den BHC-Coach – die Europameisterschaft sowie Langzeit- und Kurzzeitverletzte ließen in den letzten Wochen nie ein Training mit einem großen Spielerkader zu, man habe auch viel improvisieren müssen. „Am Mannschaftsspiel konnten wir nur wenig arbeiten, das ist sicherlich ganz negativ.“
Kristoffer Moen trägt Gips
Der jüngste Name auf der Verletztenliste ist der von Kristoffer Moen, dessen rechtes Handgelenk wegen einer schweren Prellung bis Donnerstag eingegipst bleibt. In dieser Woche soll sich entscheiden, ob die Armverletzung von Henrik Knudsen konventionell zu heilen ist oder operiert werden muss. Der dänische Spielmacher konnte die komplette Vorbereitung in der Winterpause nicht mitmachen. Dagegen soll nach Aussage der medizinischen Abteilung Kenneth Klev nach seiner Pause wegen einer Knieverletzung ab heute wieder normal in den Trainingsbetrieb einsteigen und folglich auch am nächsten Samstag im Meisterschaftsspiel in Hannover auflaufen.
Weil der Kader zuletzt sehr ausgedünnt war, haben einige Akteure mehr Spielanteile gehabt. „Und Pluspunkte sammeln können“, sagt HaDe Schmitz. Wie Maximilian Weiß, Robin Teppich oder Jan Behr. Und vor allem Alexander Oelze. „Ali war in den Testspielen sehr stark, ist mit viel Selbstvertrauen aufgetreten“, urteilt der BHC-Trainer über seinen Spielmacher und zuletzt auch besten Torschützen.
Die 29:35 (19:23)-Niederlage in letzten Testspiel gegen den TBV Lemgo rang HaDe Schmitz nicht nur Negatives ab. „Wir hatten nur acht Feldspieler, Lemgo vierzehn. Dafür haben haben wir in der ersten Halbzeit richtig gut im Angriff gespielt.“ Spaß hatte der BHC-Trainer an der Vorstellung von Runar Karason (9 Tore). „Er ist gut in Schuss von der EM zurückgekehrt“, lobt Schmitz den Isländer.