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06.03.2012 11:40
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Der zweite Isländer für den BHC

Von Jürgen König

Ungeachtet der noch nicht geklärten sportlichen Situation in der Saison 2012/13 treibt der Bergische HC seine Personalplanungen voran. Gestern Abend vermeldete der Handball-Erstligist seinen ersten Neuzugang: Arnor Gunnarsson wechselt vom Zweitliga-Siebten TV Bittenfeld zu den „Löwen“ – und das unabhängig von der Ligen-Zugehörigkeit. „Er ist in Islands Nationalteam der kommende Mann auf Rechtsaußen“, freut sich BHC-Manager Stefan Adam über den Transfer.

Flügelzange komplett,
Karason soll bleiben

 

ZUR PERSON

ARNOR GUNNARSSON hat zwölf Länderspiele für Island absolviert, dabei 37 Tore erzielt. Der BHC-Neuzugang ist 1,81 Meter groß und wiegt 80 kg. Sein Vertrag (1. und 2. Liga) läuft bis Juni 2014.

Vorbehaltlich derzeit nicht anzunehmender Veränderungen ist somit die Flügelzange bereits über den 30. Juni 2012 hinaus perfekt. Gunnarsson wird gemeinsam mit dem österreichischen Nationalspieler Richard Wöss das Duo auf der rechten Seite bilden, die Linksaußen-Position teilen sich die BHC-Eigengewächse Jens Reinarz und Christian Hoße. Alle drei bisherigen „Löwen“ haben für die 1. Bundesliga einen Vertrag bis 2013. Robin Teppich wird nach dieser Spielzeit wieder zum VfL Gummersbach zurückkehren. Sehr konkret gestalten sich derweil die Vertragsgespräche mit Runar Karason, so dass der BHC bei der sich abzeichnenden Einigung über eine „isländische rechte Seite“ verfügen würde.

An Arnor Gunnarsson haben diejenigen BHCer schlechte Erinnerungen, die Mitte Februar 2011 in Bittenfeld eine Packung verpasst bekamen. 28:36 (8:17) hieß es seinerzeit aus Sicht der Gäste, gegen die der Linkshänder achtmal traf – davon dreimal per Siebenmeter. „Mit ihm hatten wir öfters unsere Probleme“, erinnert sich Stefan Adam. Gunnarsson ist 24 Jahre jung, beim TVB bestreitet er seine zweite Saison. In der Torschützen-Liste des Zweitliga-Südens belegt der Skandinavier nach 23 Begegnungen den vierten Platz mit 149 Treffern, davon 69 Strafwürfen. In der Endabrechnung der BHC-Aufstiegssaison standen 206 Tore (davon 79 Siebenmeter) auf dem persönlichen Konto. Aber auch in der Defensive verfügt der neue Mann über reichlich Potenzial: abwehrstark, agil, schnell, wendig, großes Wurf-Repertoire, temperamentvolle Spielweise – so heißt es in der offiziellen Mitteilung von Pressesprecher Thorsten Hesse. Mit Wöss sei man zwar hundertprozentig zufrieden, aber so habe man auch diese Position doppelt hochwertig besetzt.