STIMMEN Nach dem 23:22 gegen Wetzlar sieht "Löwen"-Trainer HaDe Schmitz das Bekenntnis zum bergischen Erstliga-Handball.
Von Jürgen König
HaDe Schmitz wusste genau, was er an den Anfang seiner Ausführungen in der Pressekonferenz stellten musste: die Unterstützung von den wieder einmal ansprechend gefüllten Rängen. „Wir hatten Sorge, dass nach den hochkarätigen Gegnern weniger Zuschauer kommen würden. Danke an alle, die uns unterstützt und gerade zum Ende hin eine entscheidende Funktion übernommen haben.“ Der Trainer des Bergischen HC sah darin ein Zeichen, dass man unbedingt Erstliga-Handball in Solingen und Wuppertal sehen wolle – sein Team tat dafür am Samstag einen ganz wichtigen Schritt. Schmitz gewann mit Blick auf die nächsten bedeutenden Prüfungen vor eigener Kulisse eine beruhigende Erkenntnis: „Die Deckung ist dicht.“ In der Tat: Jetzt 22, beim TV Großwallstadt 24 Gegentore – das ist eine neue Qualität, die einen Namen trägt: Carlos Prieto.
„Beim nächsten Mal machen wir es weniger spannend.“
Carlos Prieto BHC-Abwehr-Ass
Der spanische Last-Minute-Neuzugang trug wie schon bei seinem Debüt mit einer grandiosen Leistung dazu bei, dass die sechste Ein-Tore-Niederlage nur ein übler Traum blieb. „Das war sehr wichtig für uns, da Gummersbach vorher gewonnen hatte. Die Stimmung in der Halle war super“, schwärmte der dreifache Champions-League-Sieger, der die Schwächephase nach hoher Führung mit technischen Fehlern begründete. Dadurch sei Wetzlar unter anderem durch Gegenstöße zu leichten Toren gekommen. „Beim nächsten Mal machen wir es weniger spannend“, versprach Prieto, der nach seinem Heimdebüt gut gelaunt viele Autogramm-Wünsche erfüllte.