HANDBALL „Löwen“ wollen heute Abend beim Meister lange mithalten.
So was nennt man ein Kontrastprogramm – letzten Samstag Wetzlar, heute Hamburg und am kommenden Sonntag Melsungen. Drei Spiele, zwei Kategorien. Während Wetzlar und Melsungen zu den schlagbaren Gegnern gehören, sind die Hamburger mit ihrem Star-Ensemble heute Abend haushoher Favorit. Drum ist für BHC-Trainer HaDe Schmitz die Begegnung beim amtierenden Deutschen Meister auch nicht von existenzieller Bedeutung. „Eher eine schöne Erfahrung“, freut sich der BHC-Coach des Aufsteigers auf die imposante 13 000-Zuschauer-Arena. „Doch eine Kaffeefahrt soll die Reise in die Hansestadt nicht werden.“
Bereits gestern begann die Nord-Tour für die Spieler und Betreuer-Crew des Bergischen HC. Zeit genug, um ausgeruht in der O2 World gegen den HSV so lange wie möglich mitzuhalten. Wie schon im Hinspiel, als die Bergischen Löwen zur Pause ein 13:13 hielten und die Partie rund 45 Minuten völlig offen hielten. Am Ende hatten dann größere Erfahrung und die Kraft den Ausschlag zu Gunsten der Hanseaten gegeben.
Punktverlust motiviert die HSV-Spieler noch mehr
„Das kann man mit heute nicht mehr vergleichen, damals war der HSV in einer anderen Phase“, sagt HaDe Schmitz. Seitdem haben sich die Hamburger stabilisiert. „Deshalb ist der Punktverlust in Hüttenberg doch sehr überraschend.“ Und kommt für den BHC auch nicht zur rechten Zeit. „Nach so einem Spiel werden die Hamburger noch mehr motiviert sein.“
Neben dem langzeitverletzten Christian Hoße fehlt auch Henrik Knudsen. Morgen soll der dänische Spielmacher allerdings wieder ins Training einsteigen – und womöglich am Sonntag gegen Melsungen wieder auflaufen. Auch die Hamburger können nicht in Bestbesetzung antreten. Fehlen werden Nationalspieler Michael Kraus (Nasenbeinbruch) und Renato Vugrinec (Riss in der Kniekapsel). üb