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20.02.2012 11:37
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BHC heute mit Neuzugang in der Klingenhalle

Gestern am späten Nachmittag traf BHC-Neuzugang Carlos Prieto im Bergischen Land ein, heute Nachmittag wird er in der Klingenhalle erstmals mit der Mannschaft trainieren und übermorgen in Aschaffenburg gegen Großwallstadt sein erstes Spiel bestreiten. Der 32-Jährige soll helfen, das Abwehrzentrum dicht zu machen. Die Entscheidung ausgerechnet noch einen Abwehrspezialisten zu holen, trafen die BHC-Verantwortlichen übrigens erst nach dem Auswärtssieg gegen Hannover.

Bis zu diesem Zeitpunkt hatte man alternativ nämlich auch noch einen Spielmacher im Visier. Nachdem Alexander Oelze seinen Job auf der Rückraum-Mitte aber so exzellent erledigt hatte und beim seit zwei Monaten verletzten Henrik Knudsen ein Ende der Pause absehbar scheint, widmete man sich beim BHC dann endgültig der Defensivbaustelle. Das Hannover-Spiel bekräftigte BHC-Geschäftsführer Stefan Adam und Trainer HaDe Schmitz übrigens auch in dieser Hinsicht. Zu oft waren die Niedersachsen nämlich über Mitte und Kreis zum Erfolg gekommen. „Wir haben mit Kristoffer Moen oder Jan Behr zwar auch noch andere gute Deckungsspieler, aber es ist trotzdem noch etwas anderes, wenn da ein 2,03- Meter-Mann mit 110 Kilo im Deckungszentrum steht“, weiß Adam und verweist auf die langen Kerls des THW Kiel, an denen sich der BHC zuletzt die Zähne ausbiss. „Wenn man solche Hünen vor sich hat, ist es 20 bis 30 Prozent schwerer durchzukommen“, sagt Adam.

Am Wochenende waren einige Konkurrenten in der unteren Tabellenhälfte im Einsatz. Dabei gewann Balingen sein Heimspiel gegen Großwallstadt mit 27:20. Balingen setzte sich dadurch ein bisschen von unten ab, der TVG bleibt nach zwei Niederlagen in der Tabelle aber nur drei Zähler vor dem BHC – die Partie am Mittwoch. Der Tabellenvorletzte Hüttenberg hat unterdessen den Anschluss an die Nichtabstiegsplätze verloren. Im Mittelhessenderby gegen Wetzlar zog der TVH mit 22:26 den Kürzeren. Wetzlar, am 3. März zu Gast beim BHC, zeigte sich unbeeindruckt von den Spekulationen um einen drohenden Punktabzug. Ursache ist ausgerechnet Andrei Klimovets. Den hatte Wetzlar als Nichtabstiegsversicherung gerade erst verpflichtet und am vergangenen Mittwoch beim Sieg gegen Göppingen eingesetzt.

Klimovets droht Sperre
für den Rest der Saison

Ob der Ex-Nationalspieler spielberechtigt war, wird momentan von der HBL geprüft. Im schlimmsten Fall würde dem Verein zwei Punkte aberkannt und der Routinier dürfte dann in dieser Saison nicht mehr spielen. Das Problem: Klimovets war in der Hinrunde ohne Bundesligaengagement und hatte sich beim Oberligisten TSG Hassloch fit gehalten. Dort hatte er auch einen Passantrag unterschrieben. Zwar soll der Kreisläufer dort kein Spiel bestritten haben, seine Spielberechtigung wurde vor der Unterschrift in Wetzlat aber auch nicht zurückgegeben. Die HBL will heute entscheiden. len