HANDBALL Balingen ist gesichert, will dem Bergischen HC am Samstag ab 19 Uhr aber nichts schenken.
Von Jürgen König
Wer in Reihen des Bergischen HC vielleicht einen Gedanken daran verschwendet, das seit letztem Wochenende auch theoretisch gesicherte Team der HBW Balingen-Weilstetten würde am Samstag einen „Betriebsausflug“ gen Bergisches Land unternehmen, der irrt. Bereits morgen werden die „Gallier von der Alb“ anreisen, für ihren Trainer ist dies ein allzu logischer Vorgang. „Wir wollen die Saison mit Fairplay zu Ende spielen und sind der BHC-Konkurrenz eine angemessene Vorbereitung schuldig“, betont Dr. Rolf Brack. Um 19 Uhr ertönt am Samstag der Anpfiff in der Wuppertaler Unihalle, der Vorverkauf lässt bislang Wünsche offen – gestern Abend waren noch rund 1100 Sitzplatz-Tickets erhältlich. Karten gibt’s im Tageblatt-Haus an der Mummstraße.
Nahezu in der Bestbesetzung
„Es ist ein schönes Gefühl“, sagt Brack zum Erstliga-Klassenerhalt, den ausgerechnet die „Löwen“ mit ihrem 28:25-Erfolg über den TV Hüttenberg perfekt machten. Im Hinspiel zitterte sich Balingen zu einem 23:22-Erfolg gegen den BHC, es war ein Mosaikstein zur altbekannten HBW-Heimstärke, die sich in der laufenden Saison in aktuell 16:16 Punkten niederschlägt. Davon kann das Team aus Solingen und Wuppertal mit seinen 9:23 Zählern nur träumen. Personell gibt es bei den Süddeutschen kaum Probleme, allein Mittelmann Felix König fehlt. Sollte der seit Anfang der Woche angeschlagene Sascha Ilitsch ausfallen, würde im linken Rückraum Daniel Wessig zum Einsatz kommen – er musste bei der jüngsten 21:26-Niederlage gegen die Füchse Berlin als 13. Feldspieler pausieren. War die Leistung gegen den Champions-League-Halbfinalisten in Ordnung, so gab es zuvor einen bitteren Rückschlag. Beim 29:31 in Hüttenberg stand es zur Pause 9:20 aus Sicht des Tabellenvierzehnten.
Mittlerweile ist aber wieder eine positive Grundstimmung eingekehrt. Und Dr. Rolf Brack hofft, dass sich diese am Samstagabend in Unbeschwertheit niederschlägt. „Allerdings ist unsere Situation nicht ganz ungefährlich“, weiß der erfahrene Coach um einen BHC, der alles geben werde. Dieser habe sich durch die Heimniederlage gegen Hildesheim einiges verbaut, Brack traut der HSG Wetzlar im Abstiegskampf durchaus zu, in Gummersbach oder gegen Magdeburg noch zu punkten. Selbst sieht man kaum Chancen, über das Image der sich wacker verteidigenden „Alb-Gallier“ hinauszukommen. Auch zur neuen Spielzeit werden wieder sechs, sieben Leistungsträger wie Alexandros Alvanos oder Nationalkeeper Martin Ziemer, den es nach Hannover zieht, wechseln. Einige gute Verpflichtungen hat aber auch die HBW Balingen-Weilstetten schon getätigt: Florian Billek und Milos Putera kommen aus Hüttenberg, Christoph Theuerkauf muss beim TBV Lemgo für Hendrik Pekeler weichen und heuert beim Brack-Klub an.