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06.08.2012 11:34
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BHC: Siebenmeter-Pech im kleinen Finale

Von Karl-Josef Überall

„Ich habe eine gute Turnierleistung meiner Mannschaft gesehen“, resümierte BHC-Trainer Sebastian Hinze nach dem vierten Platz beim Stadtwerke-Cup in Essen. Das Turnier in der Sporthalle „Am Hallo“ war der Abschluss einer harten Trainingswoche für die Bergischen Löwen. „Wir haben mit einer sehr hohen Belastung trainiert. Die Jungs waren sichtlich kaputt, haben sich aber immer wieder in die Partien gebissen“, lobte Hinze.

Last Minute-Sieg
gegen Rheinhausen

Die „Löwen“ mussten sich in der Gruppe mit Erstligist TBV Lemgo und dem OSC Rheinhausen (3. Liga) auseinander setzen. Im Auftaktspiel gegen die Duisburger tat sich der Zweitligist phasenweise recht schwer. Vor allem in der Abwehr war die 6:0-Formation des BHC oft zu zögerlich, so dass Rheinhausen zu leichten Toren kam. Nach der Hälfte der 30-minütigen Spielzeit führte der Drittligist mit zwei Toren (9:7). Erst mit dem Wechsel auf eine 5:1-Deckung lief es besser für den BHC. Mit Kristian Nippes auf der Spitze eroberte der Zweitligist etliche Bälle, doch das Auslassen guter Chancen ließ die „Löwen“ bis zum Schluss um den Sieg bangen. Denn 14 Sekunden vor dem Ende glich Rheinhausen per Siebenmeter aus. Der letzte Angriff mit einem blitzsauberen Spielzug brachte in Unterzahl doch noch den 13:12-Siegtreffer (Torschütze Arnor Gunnarsson) für den BHC.

Im zweiten Gruppenspiel war Bundesligist TBV Lemgo der Gegner. Es wurde eine hart umkämpfte Partie, in der beide Mannschaften bereits mit Meisterschafts-Härte agierten. Die Folge waren viele Strafzeiten und Strafwürfe auf beiden Seiten. Lange Zeit war die Partie eng, letztlich gaben drei Treffer des TBV in Folge den Ausschlag für den Erstligisten. Der BHC mit einem starken Jan Stochl im Tor mühte sich bei der Aufholjagd, kam aber nicht mehr heran. „Lemgo war am Ende einen Tick besser“, sagte BHC-Trainer Sebastian Hinze. „Hier haben Kleinigkeiten den Ausschlag gegeben, aber wir haben körperlich ordentlich dagegen gehalten“.

Lemgo mit Ex-„Löwe“
Pekeler am Kreis

Bei Lemgo spielte Hendrik Pekeler am Kreis, der sich gegen seine Ex-Kameraden ordentlich ins Zeug legte. Vor allem der ehemalige Solinger Florian Kehrmann, der auf halbrechts spielte, versuchte Pekeler immer wieder in Szene zu setzen.

Im kleinen Finale sahen die rund 1300 Zuschauer dann das einzige Siebenmeterschießen. Zwischen Erstligaaufsteiger und Gastgeber Tusem Essen und dem Bergischen HC stand es nach der regulären Spielzeit 22:22. Die Spezialisten Alexander Oelze und Arnor Gunnarsson verwandelten ihre Strafwürfe. Viktor Szilagyi, Kristian Nippes und Christian Hoße vergaben. Mario Huhnstock parierte einmal, Essen gewann 25:24.