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12.03.2012 09:46
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BHC-Ehrenamtler sind mit Herz dabei

Von Leandra Kubiak

Gestern spielte der Bergische Handball Club gegen die MT Melsungen – zum 24. Saisonspiel waren die Plätze in der Klingenhalle restlos ausverkauft, die Stimmung war gut. „Ohne Ehrenamtler wäre das alles gar nicht möglich“, sagt Gerhard Dörr. Die meisten Handballvereine seien darauf angewiesen, Ehrenamtler einzusetzen. Dörr war gestern als Ordner im Einsatz. „Die Ordner sind in der Regel alle Ehrenamtler“, sagt er.

Wie viel Zeit er mit der ehrenamtlichen Arbeit verbringt, spielt für ihn keine Rolle. Es geht viel mehr um den Spaß, um das Dabeisein. Unter den engagierten Helfern kenne man sich, über die Jahre habe sich ein Gemeinschaftsgefühl entwickelt, sagt Dörr. Die meisten Helfer müssen rund zwei Stunden vor Spielbeginn in der Halle sein. Peter Wagner steht bei Heimspielen des BHC an der Kasse im Eingangsbereich – jedoch ungern während der Spielzeit. Gestern musste zwar eine der beiden Kassen das ganze Spiel über besetzt bleiben, Wagner hatte aber Glück und konnte sich das Spiel ansehen.

Auch für den Auf- und Abbau
werden Ehrenamtler gebraucht

Neben den Ordnern werden für jedes Spiel auch ehrenamtliche Helfer benötigt, die in der Halle rund um das Spielfeld alles vor dem Spiel auf- und danach wieder abbauen. Florian Petersen ist einer davon. Bei einem Heimspiel des BHC helfe er jeweils zwei Tage vor und zwei Tage nach dem Spiel. Insgesamt komme er dabei auf bis zu 40 Stunden Arbeit pro Spiel. Um dafür genügend Zeit zu haben, nehme er sich entsprechend Urlaubstage, sagt der 19-Jährige. Ein „Urgestein“ in der Handballgemeinschaft ist Beate Pickelein. Die 46-Jährige ist inzwischen seit rund 22 Jahren dabei. Früher trainierte sie ehrenamtlich Jugendmannschaften, heute hilft sie als Ordner bei den Spielen des BHC mit. Gestern stand sie unmittelbar am Spielfeldrand, um zu verhindern, dass Personen das Feld betreten.

Seit die Mannschaft des BHC in der 1. Bundesliga spielt, habe sich auch ihre Arbeit als Ordner verändert, sagt Pickelein. Während Kinder in der 2. Liga nach Abpfiff auf das Spielfeld dürfen, ist das bei Spielen der 1. Liga grundsätzlich verboten. Zu Zwischenfällen komme es durchaus, sagt Pickelein. Zuschauer werden beispielsweise ärgerlich, weil sie Speisen und Getränke nicht mit in die Halle nehmen dürfen. Was sich nach Arbeit anhören mag, ist für die Helfer Leidenschaft – sie sind mit Herz dabei. » S. 22