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05.04.2012 11:39
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BSC Union soll zwei Fußballvereine bündeln

Von Martin Auer

Fast zwei Saisons Spielbetrieb als insolventer Verein werden für den 1. FC Union wohl mit dem offiziellen Saisonschluss am 30. Juni zu Ende gehen. Im Vereinsheim am Brabant stellten die Union-Vorstände André Altmann und Rüdiger Niederberger am Mittwoch mit Rainer Busch, dem Vorsitzenden des BSC Aufderhöhe, vor, wie sie die Schritte in eine gemeinsame Zukunft ab der neuen Saison gehen wollen. Die weitere Existenz der Union kann nun offenbar doch nur über eine Herauslösung der Jugendabteilung gesichert werden. „Die Rettung des 1. FC Union scheitert nicht in erster Linie am Geld für einen Vergleich, sondern an der fehlenden Gemeinnützigkeit“, erläutert André Altmann. Die braucht ein Amateur-Fußballverein zum Überleben, wegen Steuerschulden und fehlenden Unterlagen aus der Vor-Insolvenzzeit würde es aber Jahre dauern, diese zurückzuerlangen.

BSC-Strukturproblem
als Vorteil für die Union

Also hat man sich auf Partnersuche begeben und wurde wie bereits vor zwei Jahren wieder beim BSC Aufderhöhe fündig. „Natürlich könnten wir noch einige Jahre in der Kreisliga A überleben, aber ohne Jugend fehlt uns die Perspektive“, stellt Rainer Busch fest, der mit Rüdiger Niederberger in den letzten Wochen die Grundlagen der Zusammenarbeit abstimmte. „Dass der BSC keine Jugend hat, ist ein großer Vorteil für uns“, unterstreicht André Altmann, es gebe bei der Zusammenlegung keine Reibungsverluste, man könne ohne Umstellung weiterarbeiten. Die Schritte zum Zusammenschluss beginnen mit einer für den 8. Mai geplanten Union-Gläubigerversammlung. Dort soll die Jugendabteilung Bälle, Trainingsgerät und Kleidung „auslösen“. Im Raum steht eine Quote von zehn Prozent des Anschaffungswerts – rund 2000 Euro. Außerdem muss das Namensrecht „Union“ erworben werden. Denn der erste echte Schritt zum neuen Verein ist eine Mitgliederversammlung beim BSC Aufderhöhe, der sich in BSC Union umbenennen wird. Gleich danach soll ein neuer BSC Union-Vorstand gewählt – auch mit Kandidaten aus der aktuellen Union-Führung. Der stellt dann beim Verband den Antrag auf Eingliederung der Union-Jugendabteilung – letztlich nur ein Verwaltungsakt. Heimat des Vereins soll der Brabant werden. „Ob die Senioren erst weiter an der Höher Heide spielen, entscheidet die Stadt“, sagt Rainer Busch.