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13.10.2009 09:53
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All-Stars - 479 Jahre Spielpraxis

Von Fabian Herzog

Emotionen pur beim 30. Geburtstag der Solingen Steelers. Zum Jubiläum hatte Ralf Küpper ein All-Star-Spiel gegen eine Auswahl aus Bergisch-Gladbach

HINTERGRUND

Geschichte Von 1979 bis 1990 existierten die Solingen Steelers eigenständig, danach fusionierten sie mit den Hilden Hurricanes zu den Solingen Hurricanes. Im Jahr 2005 entstand die neue Steelers-Jugend, die mittlerweile mit dem Seniorenteam der Paladins kooperiert.

Aktiv Nur sechs Spieler des All-Star-Teams betreiben auch aktuell noch Football: Markus Jantke, Sven Theophil, Jens Merten, Alexander Thomas und Andreas Budt bei den Paladins, Mariano Mariscal bei den Langenfeld Longhorns.

organisiert und aus dem gesamten Bundesgebiet ehemalige Spieler des Vereins zusammengetrommelt. Beim Wiedersehen nach vielen Jahren wurde in Erinnerungen geschwelgt und gemeinsam über die ein oder andere Anekdote gelacht.

Durchschnittsalter von 42 Lenzen

Zunächst einmal stand aber das Sportliche im Mittelpunkt. Nach dem obligatorischen Münzwurf von Guido Rohn vom Förderverein Jahnkampfbahn waren die Steelers-All-Stars gegen eine spielerisch starke und mit einigen Akteuren aus höheren Klassen gespickten Gäste aus Bergisch-Gladbach mehr gefordert als vorab geplant. Doch die Solinger, mit einem Durchschnittsalter von 42 Lenzen und einer Gesamt-Spielpraxis von 479 Jahren angetreten, verkauften sich vor rund 350 begeisterten Zuschauern glänzend. Nach Touchdowns von Sven Theophil und Jan-Philipp Görtz unterlagen sie nur mit 12:20, gestalteten das Match zwischendurch absolut offen.

Eindruck hinterließ die Partie bei einigen Jugendspielern der Steelers, die auf der Tribüne das Spiel ihrer Vorgänger (und teilweise Väter) verfolgten und anschließend die All-Stars spaßeshalber herausforderten. „Vielleicht werden wir im Frühjahr mal bei einem Training gegen sie antreten”, überlegt Ralf Küpper, mit 49 Jahren einer der ältesten Spieler, das Angebot anzunehmen.

Nach dem Schlusspfiff begann die eigentliche Geburtstagsparty der Steelers. Bis zum Einbruch der Dunkelheit ließ man gemeinsam im Walder Stadion die Vergangenheit Revue passieren, anschließend machte sich der gesamte Tross auf zum „Mumms”, wo dann wie früher noch lange weiter gefeiert wurde.

„Das war einfach gigantisch, so viele von früher auf einem Haufen wiederzusehen”, freute sich Organisator Ralf Küpper. Aus Berlin hatten sich dafür extra Jan-Philipp Goertz und Ulrich Letzsch auf den Weg in die Klingenstadt gemacht, aus Paderborn war Roland Eisler angereist. Sie alle blickten auf eine abwechslungsreiche Vergangenheit zurück. Auf Erfolge, wie den dreimaligen Aufstieg hintereinander Mitte der 80er, oder Kuriositäten, wie bei einem der ersten Spiele der 1979 gegründeten Steelers. Damals mussten die Solinger 18 Spieler auf dem Spielberichtsbogen eintragen, kamen aber nur auf 17. Kurzerhand wurden dem Busfahrer der damaligen Auswärtsfahrt eine Ausrüstung und ein Trikot übergeworfen, ohne dass er später zum Einsatz kam. „Das sind mit die schönsten Erinnerungen in meinem Leben”, sagt Frank Murges, der fast von der ersten Stunde dabei war und heute Vorsitzender des SV Eintracht Solingen ist, dem die Steelers als Abteilung angehören.