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22.03.2012 10:47
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Zöppkesmarkt: Stadt unter Druck

Von Thomas Kraft

Die Stadt gerät mit der Vergabe des Zöppkesmarktes zunehmend unter Druck. Nach ST-Informationen hat in dieser Woche ein Gespräch im Rathaus stattgefunden, bei dem die Ratsmitglieder Falk Dornseifer (CDU) und Tim Kurzbach (SPD) ihr alternatives Konzept für die Traditionsveranstaltung vorgestellt haben. Die beiden Politiker wollen dem Zöppkesmarkt wieder eine Note verleihen. Sie fordern mehr Flair und weniger Kommerz.

Schon in der kommenden Woche soll Oberbürgermeister Norbert Feith eine detaillierte Beschreibung erhalten, wie eine von Dornseifer und Kurzbach getragene Firma die Organisation des Marktes stemmen würde. Beide hatten zuletzt erklärt, die Vereine und Verbände hinter sich zu haben, um mit dem Zöppkesmarkt zu den Wurzeln zurückzukehren. Nach bisherigen Auskünften aus dem Rathaus ist noch keine Entscheidung darüber gefallen, wer den Zuschlag für die Veranstaltung 2012 erhalten soll.

Nach Einschätzung von Klaus-Jürgen Schürg und Frank Decker ist dies auch gar nicht notwendig. Gemeinsam führen sie die Arbeitsgemeinschaft Reise & Markt Solingen (Arge) und tragen seit mehr als 20 Jahren die Verantwortung für die Ausrichtung des Zöppkesmarktes. Daraus leitet die Arge einen direkten Anspruch ab. „Das ist unsere Veranstaltung“, sagte Schürg vergangene Woche dem ST. „Wir sind die Nachfolger derjenigen, die diesen Markt ins Leben gerufen haben.“

Die Stadt hält die
geschützte Marke

Eine Registerauskunft des Deutschen Patent- und Markenamtes besagt allerdings etwas anderes. Dort ist der Zöppkesmarkt seit 1996 als geschützte Marke der Stadt Solingen eingetragen. Das Rathaus steuert nun auf eine knifflige Entscheidung zu. Bisher war die Vergabe des Marktes ein Selbstläufer – weil sich außer der Arge keiner bewarb. Jetzt muss die Stadt die für Solingen beste Lösung finden. kra