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30.07.2010 12:49
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Ziel: Ein eigenes Restaurant an Japans Küste

Von Carolin Seidel

Gute Küche wird seit jeher geschätzt. Doch wer mit gesunden Speisen, saftigen Braten und verlockenden Düften beeindrucken will, muss sein Handwerk beherrschen. Wer Koch werden will, denkt vermutlich zuerst an schicke

AUSBILDUNG

2010 bildet die Stadt 14 Jugendliche aus, die jetzt in den Bereichen Verwaltung und Betrieb (gewerbliche Berufe) starten.

2009 waren es 19 Azubis.

2008 starteten 19 junge Menschen ihre Ausbildung. 2007 gab es 24 neue Auszubildende in der Verwaltung.

Feuerwehr Zudem werden alle zwei Jahre 16 Jugendliche zum Brandmeister bei der Feuerwehr ausgebildet.

Restaurants und Hotels. Doch bisher konnte der Beruf auch bei der Stadt erlernt werden. Zu den 16 Auszubildenden der Verwaltung, die vor einigen Wochen ihre Prüfungen bestanden, gehörte neben Bauzeichnern, Vermessungstechnikern, Straßenwärtern, Tischlern oder Forstwirten - auch ein Koch.

Aus der Küche zum Studium namens „Modernes Japan“

Adam Machon (23) wurde in der Verwaltungskantine an der Bonner Straße von Thomas Wichtrup zum Koch ausgebildet. Die theoretische Prüfung bei der Industrie- und Handelskammer (IHK) meisterte er mit der Note „sehr gut“ und wurde damit Landebester in seinem Jahrgang. Trotzdem wird er den Kochlöffel nun vorerst zur Seite legen. Denn Machon beginnt am 1. Oktober an der Düsseldorfer Universität mit dem Studium „Modernes Japan“. Der Solinger hat ein klares Ziel: Er will international arbeiten - und das am liebsten in Japan.

Nach dem Abitur stand Adam Machon am Scheideweg. Sollte er Physik oder Mathematik studieren oder seinem größten Hobby nachgehen: dem Kochen? Er entschied sich für die Leidenschaft. „Ich wollte weg von der Theorie und etwas Praktisches machen“, sagt Machon. „Nicht schon wieder drei oder vier Jahre die Schulbank in Form eines Uni-Studiums drücken.“ Die Entscheidung erwies sich als goldrichtig. „Ich habe viel gelernt, und es macht einfach Spaß. Mein Hobby ist zum Traumberuf geworden.“

Früher bekochte Adam Machon Familie und Freunde zum Spaß, heute macht er es mit professioneller Hand. Während der Lehrzeit kam er nicht nur in der Kantine im Verwaltungsgebäude an der Bonner Straße zum Einsatz. Fünf Monate arbeitete er im Remscheider Restaurant „Concordia“. Auch Seminare beim „Köche-Club Wuppertal“ nahm er gerne mit. Sie brachten ihn vor allem bei der Zubereitung von Fisch, Schalenfrüchten, Wild und Pilzen weiter. Bei Aufenthalten in der privaten Gastronomie lernte er den Stress kennen.

Abgeschreckt hat die Erfahrung ihn nicht. Im Gegenteil: Machon will den Schritt in Richtung á-la-carte-Restaurant wagen und nach Japan auswandern: „Die Kultur spricht mich an. Und außerdem sind dort deutsche Köche immer mehr gefragt“, betont er. Damit der Einstieg gelingt, soll ein Studium nötige Grundlagen vermitteln. Ab Oktober wird er „Modernes Japan“ und „Jüdische Studien“ an der Universität in Düsseldorf belegen und damit seinem Ziel ein Stück näher kommen: ein eigenes Restaurant vor der Ostküste Asiens.