Snippets
Snippets
26.09.2011 10:50
Drucken Vorlesen Senden
Wuppertal sagt Nein zur Orchesterfusion

Die umstrittene Fusion der Bergischen Symphoniker mit dem Wuppertaler Sinfonieorchester ist laut Wuppertals Oberbürgermeister Peter Jung (CDU) vom Tisch. Er sprach am Samstagabend anlässlich eines Sinfoniekonzertes das aus, was nach langem Ringen und lebhaften Diskussionen Resultat ist: „Wir können uns nicht vorstellen, dass diese Stadt kein eigenes Sinfonieorchester hat.“ Man unternehme „eine riesige Kraftanstrengung“, um der Stadt Wuppertal das „absolute Aushängeschild“ von Sinfonieorchester, Stadthalle und Dirigent Toshiyuki Kamioka zu erhalten.

„Die Aussage überrascht mich nicht, weil ich mit Peter Jung die Tage darüber gesprochen habe“, erklärt Oberbürgermeister Norbert Feith (CDU) auf ST-Nachfrage. „Ich schätze das realpolitisch ein: Im Rat habe ich zur Orchesterfusion ohnehin keine Mehrheit erkannt.“ Zudem sei bis zuletzt die Frage der Finanzierung offen geblieben. Denn die laut dem Gutachten der Firma Actori beschriebenen Einspareffekte stellten sich erst in vielen Jahren ein. Mindestens bis 2018 fallen Mehrkosten an.

Die Konsequenz: „Wir müssen uns mit Remscheid zusammensetzen und besprechen, wie es weitergeht.“ Das ist auch Rainer Villwocks (FDP) Anliegen, der Vorsitzender des Kulturausschusses ist. Ihn überrascht die Aussage Jungs ebenso wenig.

Eins will Feith noch einmal betonen: „Wir sind stolz auf unsere Bergischen Symphoniker.“ Die damalige Entscheidung, eine Fusion mit Wuppertal einzugehen, sei nicht getroffen worden, weil die Bergischen Symphoniker nicht gute Arbeit leisteten, sondern aus Spar-Gründen. mw/vp